Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S17.2 Digital groundwater systems Ort: Telemann-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Olaf Kolditz, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH UFZ Chair der Sitzung: Thomas Kalbacher Chair der Sitzung: Tianyuan Zhen Chair der Sitzung: Zhao Chen, Technische Universität Dresden Chair der Sitzung: Erik Nixdorf | |
| Präsentation 1 | |
10:00 - 10:15
ID: 248 / Session 17.2: 1 Programmgestützte statistische Analysen der Einflüsse des Klimawandels auf das Grundwasserdargebot 1: delta h Ingenieurgesellschaft mbH; 2: Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz Der Klimawandel bringt viele neue Herausforderungen für das Management des Grundwasservorrats. In Thüringen wird dafür im Kontext der Niedrigwasserstrategie ein landesweites Grundwassermodell auf Basis von SPRING [1] gekoppelt mit dem Grundwasserneubildungsmodell RUBINFLUX [2] verwendet. Daraus ergibt sich ein prognosefähiges Modell [3] für Untersuchungen der Einflüsse des Klimawandels auf Basis der RCPs des Mitteldeutschen Kernensemble [4]. Neben der eigentlichen Grundwasserneubildung sind weitere klimatische Parameter für die Einschätzung der Entwicklung des Grundwasserdargebots wichtig: Der Niederschlag liefert eine erste Einschätzung des prinzipiell verfügbaren Wassers, die klimatische Wasserbilanz liefert eine Übersicht über die Entwicklung des Wasservorrats im gesamten Jahr, der Trockenheitsindex tendenziell für den Sommer und die Anzahl Schneetage für den Winter. Schlussendlich hat dies alles einen Einfluss auf die Grundwasserstände. Jedoch sind alle diese Parameter räumlich stark variabel. Insbesondere für das Management der Grundwasserentnahmen sind die derzeit 391 hydrogeologischen Teileinzugsgebiete des Bundeslandes Thüringen von Relevanz. Mit dem neu entwickelten Programm können für beliebige Teilgebiete statistische Analysen aller Parameter durchgeführt werden, um die riesigen Datenmengen übersichtlich darzustellen. Diese werden automatisiert in Graphen aufgearbeitet und für die Nutzung im GIS georeferenziert. Mit nur wenigen Klicks kann die Arbeit von mehreren Wochen automatisiert werden. Für weitergehende Analysen stehen nun alle notwendigen Informationen übersichtlich im GIS zur Verfügung. Damit können Einzugsgebiete, die ein potentielles Risiko einer Übernutzung anzeigen, rechtzeitig erkannt und mögliche Maßnahmen getroffen werden. Im Vergleich zu den historisch gemessen Daten können die Klimaprognosen zudem automatisch korrigiert werden, um die entsprechenden Änderungssignale auszuwerten. [1] delta h, SPRING 7 Benutzerhandbuch (ISBN: 978-3-00-073433-5), Witten, 2025. [2] H. Zepp, C. König, J. Kranl, M. Becker, B. Werth und M. Rathje, „Implizite Berechnung der Grundwasserneubildung (RUBINFLUX) im instationären Grundwasserströmungsmodell SPRING. Eine neue Methodik für regionale, räumlich hochaufgelöste Anwendungen,“ Grundwasser - Zeitschrift der Fachsektion Hydrogeologie, Bd. 22, Nr. 2, pp. 113-126, 2017. [3] delta h, „Grundwasserströmungsmodell Thüringen. Bericht Modellaktualisierung 2024,“ Witten, Dezember 2024. [4] delta h, „Grundwasserströmungsmodell Thüringen. Einfluss des Klimawandels auf das Grundwasser in Thüringen (Phase 4),“ Witten, Dezember 2024. | |

