Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S7.2 Nutzungskonflikte bei veränderter Grundwasserverfügbarkeit und zukünftige Bewirtschaftung der Ressource Grundwasser Ort: Weißer Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Frank Herrmann, Forschungszentrum Jülich Chair der Sitzung: Jörg Elbracht Chair der Sitzung: Christian Klassert Chair der Sitzung: Martina Flörke Chair der Sitzung: Stefan Simon, Erftverband Chair der Sitzung: Uwe Sütering | |
| Präsentation 1 | |
10:00 - 10:15
ID: 237 / Session 7.2: 1 Ressourcenverfügbarkeit und Nutzungskonflikte: Handlungs- und Anpassungsmöglichkeiten der öffentlichen Wasserversorgung in langanhaltenden Dürrephasen ahu GmbH, Deutschland Der Klimawandel stellt die öffentliche Wasserversorgung vor große Herausforderungen. Sowohl Modellprojektionen als auch statistische Auswertungen und darauf aufbauende Prognosen gehen von Veränderungen des Wasserhaushalts aus. So zeigen einige Modellprojektionen eine Zunahme von längeren Dürrephasen, insbesondere in Bezug auf eine zurückgehende Grundwasserneubildung, sowie eine Zunahme extremer Niederschlagsereignisse und stärker ausgeprägter Nassjahre. Die Schwankungsbreite der Grundwasserneubildung ist deutlich höher als die klimatische Mittelwertvariation zwischen Einzeljahren. Die zunehmenden Extremereignisse (Hitze, Starkregen) begründen einen Anpassungsbedarf der öffentlichen Wasserversorgung. Aus möglichen Engpässen in Dürrephasen können neue Nutzungskonflikte entstehen oder bestehende Konflikte können sich verstärken. Träger der öffentlichen Wasserversorgung sind zunächst die Kommunen. Insgesamt müssen sich die Kommunen auf die beschriebenen Veränderungen einstellen. Dazu müssen die Planung, die Struktur und die Vernetzung ihrer Wasserversorgungssysteme an die sich verändernden Gegebenheiten angepasst werden. Derzeit testen bzw. prüfen viele Kommunen die Ressourcenverfügbarkeit (Rohwasser/Trinkwasser), die Infrastruktur und gegebenenfalls die Lieferverträge auf ihre Resilienz gegenüber klimatischen Veränderungen in naher, mittlerer und ferner Zukunft. Je nach Größe der Kommune und den naturräumlichen Gegebenheiten ergeben sich daraus unterschiedliche Handlungsbedarfe und Handlungsoptionen als Reaktion auf die prognostizierten Umweltveränderungen in der Zukunft. Insbesondere die (Grundwasser-)Dürrephase zwischen 2003 und 2022 in Deutschland sowie das trockene Frühjahr 2025 zeigen, dass mit Blick auf die Wasserverfügbarkeit und das Ziel einer sicheren öffentlichen Wasserversorgung die Resilienz der bestehenden Strukturen geprüft werden muss. Dies betrifft vor allem kleinere und mittlere Kommunen, die sich bisher teilweise oder vollständig selbst mit Wasser versorgt haben. Sie leiten aus der sich verändernden Ausgangssituation besondere Handlungsbedarfe ab. Diesen Bedarfen werden Handlungsoptionen gegenübergestellt. Je nach Größe und Struktur der öffentlichen Wasserversorgung sowie den naturräumlichen Gegebenheiten umfassen die Handlungsoptionen rechtliche, wirtschaftliche, infrastrukturelle und kooperative Maßnahmen. Anhand von generalisierten Wasserversorgungssystemen werden die kritischen Punkte einer Vielzahl von Versorgungssystemen beispielhaft dargestellt. Im Anschluss erfolgt die Analyse dieser kritischen Punkte unter Berücksichtigung einer lang anhaltenden Dürrephase. Aus der Systemanalyse werden Handlungsoptionen abgeleitet, die für die jeweilige Situation bestehen und präventiv, strukturell oder als Notmaßnahme umgesetzt werden können. Auf Basis der Betrachtung des aktuellen Bedarfs, einer Zukunftsprognose des Bedarfs insgesamt sowie nach Nutzerkategorien unterschieden und unter Berücksichtigung der Projektionen der Klimaveränderung ergeben sich schließlich konkrete Handlungsempfehlungen für die öffentliche Wasserversorgung unter den jeweils beschriebenen Rahmenbedingungen. | |

