Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S19.2 Hydrogeologie in der Praxis - Fallbeispiele der Staatlichen Geologischen Dienste Ort: Bach-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Tobias Geyer, Regierungspräsidium Freiburg Chair der Sitzung: Timo Spörlein, LFU Bayern Chair der Sitzung: Stefan Broda, BGR | |
| Präsentation 2 | |
13:45 - 14:00
ID: 235 / Session 19.2: 2 Grundlagen des Grundwassermodells für den größten Grundwasserleiter Hessens HLNUG, Deutschland Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) leistet im Bereich der Hydrogeologie einen wesentlichen Beitrag für den vorsorgenden Grundwasserschutz, der einen zentralen Baustein in der allgemeinen Daseinsvorsorge bildet. Vor dem Hintergrund der Auswirkungen sich verändernder Nutzungsanforderungen und des Klimawandels gewinnen Fachfragen zu den hydrogeologischen Eigenschaften des Untergrundes, zu Grundwasserhaushalt und -bewirtschaftung, zur Grundwassererschließung, zur geothermischen Nutzung und zu Beschaffenheitsänderungen des Grundwassers weiter an Bedeutung für unsere Zukunft. Das HLNUG schafft hierzu notwendige hydrogeologische Grundlagendaten, berät Entscheidungsträger in Verwaltung, Wirtschaft und Politik und informiert die Öffentlichkeit. Eines der herausragendsten Themen ist das umfassende Systemverständnis für den wichtigsten Porengrundwasserleiter Hessens, der aus dem Hessischen Ried und der Untermainebene besteht. Hier kommt es zunehmend zu Konflikten zwischen dem Schutz und der Gewinnung des Grundwassers als Trinkwasser und weiterer Nutzungen wie Kies- und Sandabbau, Siedlungs- und Infrastrukturausbau, landwirtschaftlicher Bewirtschaftung wie z. B. durch zusätzliche Entnahmen oder Naturschutzmaßnahmen wie z. B. der Renaturierung von Bächen. Für das Hessische Ried und die nördlich und östlich anschließende Untermainebene wurden mathematische Modelle erarbeitet, um die Geologie auf der Grundlage ihrer bekannten Lithologie und unterschiedlichen Genese adäquat dreidimensional abzubilden und für das hydrogeologische Strukturmodell aufzubereiten. Hierzu besteht eine produktive Kooperation mit dem Institut für Angewandte Geowissenschaften der TU Darmstadt. Das Strukturmodell bildet das geometrische Grundgerüst des Strömungsmodells. Parallel wird, gemeinsam mit benachbarten Bundesländern im Rahmen der KLIWA-Kooperation, ein Bodenwasserhaushaltsmodell u. a. zur Berechnung der Grundwasserneubildung betrieben. Die Nutzung dieser Ergebnisse hat in den letzten Jahren zu Erkenntnissen geführt, welche wiederum im Parametermodell verarbeitet wurden. Neben der mit dem Bodenwasserhaushaltsmodell berechneten Grundwasserneubildung finden auch die aufbereiteten Entnahme- und Infiltrationsmengen sowie Daten zu Vorflutern Eingang in das Grundwasserströmungsmodell. Der Modellaufbau erfolgte mit der modflowbasierten Software iMOD, die den Austausch von Daten erleichtert. Im Vortrag werden das hydrogeologische Modell sowie auch die Eingangsdaten für das Parametermodell des numerischen Modells und die Bearbeitungsschritte vorgestellt. | |

