Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Postersession Mittwoch Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 1, 2, 3, 4, 5, 9, 13, 15 und 19.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 43 | |
ID: 233
/ Poster Mi: 43
Die Umsetzung der TrinkwEGV in Hessen – Von der Verordnung zu einem integrierten System Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie, Wiesbaden Im Zuge verstärkter Nutzungskonflikte und klimatischer Änderungen rückt die effiziente und gleichzeitig umweltschonende Nutzung von Grundwasserressourcen immer mehr in den Fokus. Durch ganzheitliche Ansätze, wie dem integrierten Wasserressourcenmanagement (IWRM), sollen im Kontext der nachhaltigen Nutzung des Grundwassers wirtschaftliche, ökologische und soziale Ziele gegeneinander abgewogen und in Einklang gebracht werden. Hierbei spielt neben der Datengrundlage auch der Dialog der beteiligten Akteure aus Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt etc. eine bedeutende Rolle. Eine gesetzliche Grundlage für eine verpflichtende Beteiligung fehlt jedoch. Die im Dezember 2023 in Kraft getretene Trinkwassereinzugsgebieteverordnung (TrinkwEGV) schafft die rechtliche und strukturelle Voraussetzung dafür, dass Einzugsgebiete von Trinkwassergewinnungsanlagen abgegrenzt und Daten zur Bewertung der standortbezogenen Geschütztheit des Rohwassers systematisch erfasst und bewertet werden müssen. Sie leistet damit durch die Erweiterung der Datengrundlage, die Identifizierung von Ressourcen und Risiken sowie die konkrete, gesetzlich verbindliche Formulierung von Maßnahmen zumindest in Teilbereichen auch einen grundlegenden Beitrag für die Entwicklung und Umsetzung weiterführender Konzepte wie dem integrierten Wasserressourcenmanagement (IWRM). Mit Einführung der Trinkwassereinzugsgebieteverordnung (TrinkwEGV) in Hessen entstand bei den zuständigen hessischen Behörden die Notwendigkeit, neue Arbeitsabläufe zu etablieren. Dazu gehören die Prüfung, Speicherung und Auswertung der durch die Betreiber von Trinkwassergewinnungsanlagen bereitzustellenden Daten und Dokumente zu den Trinkwassereinzugsgebieten und der daraus abgeleiteten Risikobewertungen. Bislang ist das Abgabeformat der Berichts- und Geodaten, die im Rahmen der Umsetzung der TrinkwEGV vorgelegt werden müssen, den Betreibern in Hessen weitgehend freigestellt und es bestehen nur behördliche Empfehlungen. Daraus resultiert ein erheblicher Aufwand für die Behörden, die Daten aus den eingereichten Unterlagen unterschiedlicher Formate in datenbankähnliche, auswertbare Systeme zu überführen. Für die effiziente Umsetzung der TrinkwEGV in Hessen soll daher eine webbasierte Anwendung mit angegliederter Datenbank aufgebaut werden, die die Rollen und Arbeitsschritte der beteiligten Akteure (Betreiber von Trinkwassergewinnungsanlagen, Ingenieurbüros, Genehmigungs- und Fachbehörden) abbildet, vereinheitlicht und die behördenübergreifende Zusammenarbeit und Berichtspflicht vereinfacht. Ein Schwerpunkt soll dabei sein, sowohl für Betreiber als auch die Behörden unabhängig von kostenpflichtiger Software technische Voraussetzungen zu schaffen, Daten im erforderlichen Format erstellen und im räumlichen Kontext prüfen zu können. Durch eine Versionierung der eingereichten Daten ist nach der ersten Abgabe in den Folgezyklen eine erhebliche Zeitersparnis sowohl seitens der Betreiber als auch der Behörden zu erwarten, da auf vorhandene Daten zugegriffen und lediglich Änderungen neu eingegeben werden müssen. In dem Vortrag soll die Umsetzung der TrinkwEGV in Hessen im Kontext der entwickelten Web-Applikation erläutert und sich daraus ergebende Vorteile aufgezeigt werden. Die Applikation befindet sich derzeit in der Entwicklungsphase. Es ist vorgesehen, sie für die Behörden bereits im ersten Prüfzyklus und für Betreiber ab dem zweiten Abgabezyklus zur Verfügung zu stellen. | |

