Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S14 Nachnutzung und Inwertsetzung von Grubenwasser Ort: Händel-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Thomas Heinze, Ruhr-Universität Chair der Sitzung: Elke von Hünefeld-Mugova Chair der Sitzung: Sebastian Westermann Chair der Sitzung: Sven Eulenberger, Wismut GmbH Chair der Sitzung: Laura Blaes | |
| Präsentation 6 | |
12:00 - 12:15
ID: 229 / Session 14: 6 Vom Kohlebergwerk zum Energiespeicher – Modellierung und Demonstration im Projekt WINZER 1: delta h, Witten; 2: Fraunhofer IEG, Bochum Stillgelegte Steinkohlebergwerke bieten ein bislang wenig genutztes Potenzial für die saisonale Speicherung von Wärme. Das Forschungsprojekt WINZER untersucht, wie sich geflutete Grubenräume als großvolumige unterirdische Wärmespeicher nutzen lassen – und welche technischen und hydraulischen Herausforderungen dabei auftreten. Im Mittelpunkt steht ein Demonstrationsstandort auf dem Gelände des Fraunhofer IEG in Bochum. Hier wird Grubenwasser aus der ehemaligen Kleinzeche gefördert, über Wärmetauscher mit regenerativer Energie erwärmt und anschließend in die Grubenräume zurückgepumpt. Das umliegende Gestein nimmt die Wärme auf und speichert sie. Im Winter kann das erwärmte Wasser wieder gefördert und die gespeicherte Energie zum Heizen genutzt werden. Aufgrund der geringen Tiefe und der weitgehend abgeschlossenen Hohlräume eignet sich dieser Standort besonders gut, um das Prinzip im kleinen Maßstab zu erproben. Darüber hinaus werden weitere Standorte mit komplexeren Randbedingungen betrachtet – etwa tiefere Gruben mit aktivem Grubenwasserstrom oder eine ehemalige Untertagefabrik. Diese Beispiele zeigen, dass jede Lagerstätte ein eigenes thermohydraulisches Verhalten aufweist und sich Wärmespeicherung in offenen Systemen anspruchsvoll gestaltet. Der Vortrag stellt die numerischen Modellierungsansätze vor, die im Projekt entwickelt wurden, um solche Systeme realitätsnah zu simulieren und zu bewerten. Zum Einsatz kommt das 3D-Grundwasserströmungs- und Transportmodell SPRING (König et al., 2025). Anhand von drei unterschiedlichen Standorten werden typische Modellierungsherausforderungen – etwa bei der Kopplung von Strömung und Wärmetransport, der Parametrisierung der Grubenräume oder der Skalierung auf reale Betriebsbedingungen – aufgezeigt. Ziel ist es, ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden Prozesse zu gewinnen und Kriterien zu entwickeln, mit denen sich Betriebssicherheit, Effizienz und Übertragbarkeit von Grubenwärmespeichern künftig bewerten lassen. Gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft, Technologie und Raumfahrt. | |

