Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S12.3 Nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung in Deutschland – Herausforderungen und Innovationen Ort: Händel-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Sarah Fieger, DECHEMA e.V. Chair der Sitzung: Johannes Barth Chair der Sitzung: Kathrin Menberg, Karlsruher Institut für Technologie | |
| Präsentation 1 | |
10:00 - 10:15
ID: 226 / Session 12.3: 1 Interpolationen von stabilen Isotopen im Grundwasser: Arbeitshypothesen und erste Ergebnisse (IsoGW) 1: FAU Erlangen-Nürnberg, Deutschland; 2: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG), Deutschland; 3: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), Deutschland; 4: Leibniz Institut für Länderkunde (IfL), Deutschland; 5: HydroIsotop, Deutschland; 6: Isodetect, Deutschland; 7: CDM Smith SE, Deutschland Landnutzungsänderungen und Klimawandel beeinflussen hydrologische Prozesse und unsere Trinkwasserressourcen. Praktische Instrumente zum Verständnis und zur Quantifizierung dieser Prozesse werden immer wichtiger, beispielsweise für die nachhaltige Bewirtschaftung von Grundwasserspeichern. Analysen der stabilen Wasserisotope Deuterium (δ2H) und Sauerstoff (δ18O) liefern nützliche Instrumente, mit denen z. B. die Filtermengen an den Ufern bewertet und Vermischungen von Grundwasserleitern oder langfristige klimabedingte Veränderungen identifiziert werden können. Ein Ziel des IsoGW-Verbundrojekts ist die Erstellung von sogenannten Isoscapes, also räumlich interpolierten Karten der stabilen Wasserisotope im Grundwasser. Es werden die Ergebnisse der Interpolationen der letzten Monate sowie die dazu führenden Arbeitsschritte präsentiert. Auf Basis von rund 11 700 Datenpunkten aus historischen Untersuchungen und zusätzlichen, bundesweiten Probenahmen wurden erstmalig deutschlandweite Karten für mehrere 15-Jahres-Zeiträume seit 1965 erstellt. Die Datenrecherche und -digitalisierung, neu durchgeführten Analysen, die Vereinheitlichung der Daten sowie die Interpolationverfahren, werden präsentiert. Es ergibt sich die Notwendigkeit standardisierter Probenahmeverfahren und Analysemethoden für Grundwasser. Des Weiteren werden auch die konsequente Nutzung internationaler Standards und die sorgfältige Archivierung der Ergebnisse einschließlich ihrer Metadaten betont. Nur so können bereits gewonnene Ergebnisse auch für zukünftige Fragestellungen herangezogen werden. Die interpolierten Karten werfen Fragen zur räumlichen Datenverteilung sowie zum Umgang mit Unsicherheiten und fehlenden Informationen auf. Trotz der stark heterogen zusammengesetzter Ausgangsdaten (Dichte, Qualität) zeigen die interpolierten Karten interessante Muster deutlich, die neue Einblicke in regionale Prozesse verschaffen und Regionen mit höherem Untersuchungsbedarf hervorheben. Zum Beispiel ist ein Südost-Nordwest Trend mit zunehmenden δ18O-Werten erkennbar (min.-14.6 bis max. -5.5‰), welcher Beobachtungen im Niederschlag widerspiegelt. Auf diesen Grundlagen werden spannende Entwicklungsrichtungen und Anwendungsideen für Grundwassermanagement diskutiert. | |

