Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S6 Risikomanagement und Schutz von Trinkwassereinzugsgebieten Ort: Weißer Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Heiko Dirks, Ingenieurgesellschaft Prof. Kobus und Partner Chair der Sitzung: Sebastian Sturm, TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser | |
| Präsentation 2 | |
13:30 - 13:45
ID: 217 / Session 6: 2 Berücksichtigung der Schutzwirkung des Einzugsgebiets beim Risikomanagement in der Wasserversorgung TZW: DVGW-Technologiezentrum Wasser, Deutschland Die Trinkwassereinzugsgebieteverordnung (TrinkwEGV) verpflichtet Betreiber von Wassergewinnungen zur Bewertung ihrer Einzugsgebiete und zur Übermittlung der Ergebnisse an die zuständige Wasserbehörde. Diese bilden die Grundlage für Untersuchungsprogramme und das behördliche Risikomanagement. Am TZW wurde eine praxisnahe Methodik zur semi-quantitativen Risikobewertung entwickelt (Brauer et al. 2024; Brauer et al. 2019) und in der Softwarelösung RiskPlus (www.riskplus.info) umgesetzt (Sturm et al. 2024). Diese berücksichtigt die Schutzwirkung des Einzugsgebiets und fand Eingang ins technische Regelwert (DVGW 2021, 2024). RiskPlus integriert bodenkundlich-hydrogeologische Daten zur Durchlässigkeit des Grundwasserleiters in Anlehnung an (Ad-hoc-Arbeitsgruppe Hydrogeologie 1997) und zur Schutzwirkung der Grundwasserüberdeckung, vgl. (Hölting et al. 1995). Die Schutzwirkung des Einzugsgebiets ergibt sich aus der Rohwasserschutzwirkung (basierend auf kf-Wert und Fließzeit, vereinfacht ausgedrückt durch die Schutzzone) und Schutzwirkung der Grundwasserüberdeckung (vgl. Abb.). Die Daten stammen aus Gutachten der Betreiber, der HÜK (BGR 2019) und von Geologischen Landesämtern. Aktuelle Erfahrungen aus über 100 Projekten mit RiskPlus am TZW zeigen, dass die Methodik praxistauglich ist. Unsicherheiten bei den Daten zur intrinsischen Vulnerabilität konnte durch eine geeignete Gewichtung begegnet werden. Anwender wünschen zunehmend die Integration lokaler, hochauflösender Daten, was bei der Weiterentwicklung von RiskPlus berücksichtigt wird. Literatur: Ad-hoc-Arbeitsgruppe Hydrogeologie (1997): Hydrogeologische Kartieranleitung. Geologisches Jahrbuch, Reihe G, Heft 2 BGR (2019): Hydrogeologische Übersichtskarte 1:250.000 von Deutschland (HÜK250) (WMS). https://geoportal.bgr.de/ Brauer, F.; Sebastian Sturm; Fischer, T.; Brauer, T.; Kawerau, L. (2024): Umsetzung des Risikomanagements für Trinkwassereinzugsgebiete. In: Wasserwirtschaft - Wassertechnik 2024 (7-8), S. 16–20 Brauer, F.; Sturm, S.; Kaupe, M.; Schiffmann, S. (2019): Mehrwert des Risikomanagements für den Wasserversorger. In: DVGW energie | wasser-praxis (12). DVGW (2021): DVGW-Information WASSER Nr. 105. Sicherheit in der Trinkwasserversorgung - Risikomanagement im Normalbetrieb für Einzugsgebiete von Grundwasserfassungen zur Trinkwassergewinnung. Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches DVGW (2024): Merkblatt W 1004 Bewertung von Trinkwassereinzugsgebieten gemäß TrinkwEGV. Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW-Regelwerk. Technische Regel) Hölting, B.; Haertle, T.; Hohberger, K.-H.; Nachtigall, K. H.; Villinger, E.; Weinzierl, W. et al. (1995): Konzept zur Ermittlung der Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung. In: Geologisches Jahrbuch, Reihe C (63), S. 5–24 Sturm, S.; Witzig, C.; Fischer, T.; Brauer, F. (2024): Die Softwarelösung für intelligentes Risikomanagement in der Wasserversorgung. In: gwf-Wasser | Abwasser (10), S. 32–36 TrinkwEGV (11.12.2023): Verordnung über Einzugsgebiete von Entnahmestellen für die Trinkwassergewinnung (Trinkwassereinzugsgebieteverordnung - TrinkwEGV). BGBl 2023, 346. | |

