Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Postersession Mittwoch Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 1, 2, 3, 4, 5, 9, 13, 15 und 19.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 2 | |
ID: 211
/ Poster Mi: 2
Grundwasserversalzungskartierung mittels aerogeophysikalischer Daten – Projektbeispiele aus Blue Transition und KliWaMoL 1: Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie; 2: LIAG-Institut für Angewandte Geophysik Grundwasserversalzung ist für das Grundwassermanagement weltweit ein bedeutendes Thema. In Niedersachsen sind neben den Küstengrundwasserleitern auch im Binnenland vielerorts die Grundwasserleiter von Versalzung betroffen. Die Versalzungen stehen oftmals in Zusammenhang mit oberflächennahen Salzstrukturen, deren Ablaugung das Grundwasser aufsalzen. Vor allem in den Niederungssystemen der großen Flussläufe kommt es durch Potentialentlastung zu einem Aufstieg der salinaren Wässer in die für die Grundwasserbewirtschaftung wichtigen Grundwasserleiter. Für die Kartierung der Versalzungsbereiche werden aeroelektromagnetische Daten verwendet. Die Daten geben einen Einblick in die Verteilung des spezifischen elektrischen Widerstandes im Untergrund, aus dem Rückschlüsse über die Mineralisation des Grundwassers und die Lithologie gewonnen werden konnten. Anhand der Daten werden detaillierte 3D-Modelle über die Tiefenlage der Süß-/Salzwassergrenze abgeleitet. Die Kartierung der Grundwasserversalzung in Niedersachsen wird exemplarisch anhand von zwei Projekten dargestellt. Im Teilprojekt „GE-2 Geest Adaptation“ des Interreg Nordseeprogrammes „Blue Transition“ wird die Süß-/Salzwassergrenze in der Hamme-Oste-Niederung sowie in den angrenzenden Geestbereichen mithilfe aeroelektromagnetischer SkyTEM-Daten kartiert. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Minstedt, wo zusätzlich vom LIAG-Institut für Angewandte Geophysik semi-aerogeophysikalische (sAEM) Daten erhoben wurden. Ein Vergleich der beiden Methoden zeigt, dass die Ergebnisse miteinander vergleichbar sind, aber die sAEM-Daten eine höhere laterale Auflösung haben und daher ein detailliertes Bild des Untergrundes darstellen können. Die geophysikalischen Daten bilden zusammen mit einem detaillierten hydrogeologischen Strukturmodell die Grundlage für ein Grundwasserströmungsmodell, das die Auswirkungen des Klimawandels sowie möglicher Klimaanpassungsmaßnahmen auf die Lage der Süß-/Salzwassergrenze simuliert. Im Projekt „KliWaMoL“ (Klimaangepasstes Grundwassermanagement und 3D-Modellierung im Raum Lüneburg; finanziert vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz) soll am Beispiel einer typischen Binnenversalzung exemplarisch eine Planungsgrundlage entwickelt und zur Verfügung gestellt werden, um mit gezielten Bewirtschaftungsmaßnahmen den Auswirkungen des Klimawandels auf die Grundwasserversalzung entgegenwirken zu können. Außerdem sollen Konzepte zur künstlichen Grundwasseranreicherung erarbeitet werden. Nach dem dafür notwendigen Arbeitsprogramm wird die Versalzung des Grundwassers im Raum Lüneburg aufbauend auf einem detaillierten hydrogeologischen 3D-Modell untersucht, u.a. mit aerogeophysikalischen Verfahren (SkyTEM). Hierzu werden Gebiete identifiziert, in denen eine künstliche Grundwasseranreicherung möglich und sinnvoll ist, um zukünftigen Beeinträchtigungen durch voranschreitende Grundwasserversalzung entgegenzuwirken. | |

