Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S17.1 Digital groundwater systems Ort: Telemann-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Olaf Kolditz, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH UFZ Chair der Sitzung: Thomas Kalbacher Chair der Sitzung: Tianyuan Zhen Chair der Sitzung: Zhao Chen, Technische Universität Dresden Chair der Sitzung: Erik Nixdorf | |
| Präsentation 2 | |
15:45 - 16:00
ID: 199 / Session 17.1: 2 Tool zur automatisierten Plausibilisierung von Rohdaten des Grundwasserstands für das Land Berlin 1: HYB Hydro-Berlin GmbH, Deutschland; 2: Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt Berlin - Abt. II Die Bereitstellung von Daten ist häufig ein Spagat zwischen Geschwindigkeit und Datenqualität. Die Grundwasserstandsdaten des landesweiten Messnetzes des Landes Berlin werden im Wasserportal (https://wasserportal.berlin.de/start.php) mit einem Tag Zeitversatz als (quasi ungeprüfte) Rohdaten veröffentlicht. Das bisherige Plausibilisierungsverfahren beanspruchte durch die manuelle Prüfung viel Arbeitszeit, so dass geprüfte Grundwasserstandsdaten erst zu einem späteren Zeitpunkt zur Verfügung standen. Wünschenswert wäre jedoch eine weitgehend automatisierte Plausibilisierung als Qualitätskontrolle, die bereits in den Datenflow integriert ist, die Prüfroutine beschleunigt und die Datenqualität verbessert wird. Es wurde daher ein Werkzeug entwickelt, das auf Grundlage unterschiedlicher Methoden und unter Einbeziehung verschiedener externer Datensätze die Plausibilisierung von Rohdaten weitgehend automatisiert. Neben der Beschleunigung lag der Hauptfokus auf der Entwicklung eines methodisch umfangreichen Prüfverfahrens, das eine hohe Aussagekraft sicher gewährleistet. Dazu wurde eine multifaktorielle Entscheidungsmatrix erstellt, die neben der absoluten Änderung der Messwerte, Daten benachbarter Messstellen, Niederschlagsdaten und statistischer Berechnungen auch hydrogeologische Zusammenhänge berücksichtigt. Ebenso wurden bei der Methodenentwicklung Heterogenitäten der hydraulischen Verhältnisse und die räumliche wie zeitliche anthropogene Beeinflussung der Grundwasserstände einbezogen. Das Werkzeug wurde als Python-package umgesetzt und in die Grundwasserplattform ENOLA integriert. Die Plattform wurde in das zentrale Datenprocessing des Landesmessnetzes eingebunden. Ein interaktives Interface in Form einer kartenbasierten Webapp ermöglicht die übersichtliche Darstellung der Ergebnisse sowie die manuelle Nachkontrolle und ggf. Korrektur von Messwerten und Ergebnissen. Die App wird auf einem hausinternen Server betrieben und kann von berechtigten NutzerInnen im Intranet über einen Browser genutzt werden. Über eine API-Schnittstelle werden die plausiblen Messwerte zur weiteren Verarbeitung bereitgestellt. Durch die Integration des Plausibilisierungstools in das Messnetz der Landesgeologie Berlin werden eingehende Daten weitgehend automatisiert geprüft. Zukünftig können (automatisiert) plausibel geprüfte Daten direkt im Wasserportal veröffentlicht werden, wodurch die Datenqualität der bereitgestellten Daten verbessert wird. | |

