Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S19.2 Hydrogeologie in der Praxis - Fallbeispiele der Staatlichen Geologischen Dienste Ort: Bach-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Tobias Geyer, Regierungspräsidium Freiburg Chair der Sitzung: Timo Spörlein, LFU Bayern Chair der Sitzung: Stefan Broda, BGR | |
| Präsentation 5 | |
14:30 - 14:45
ID: 191 / Session 19.2: 5 Hydrogeologische Landesaufnahme des Teilraums „Fulda-Werra Bergland und Solling“ in Hessen Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) erstellt im Rahmen der hydrogeologischen Landesaufnahme Systembeschreibungen für die hydrogeologischen Teilräume Hessens. Vorgestellt wird hier der hydrogeologische Teilraum „Fulda-Werra Bergland und Solling“. Dieser Teilraum umfasst eine der größten Flächen im Norden und Osten Hessens und gehört größtenteils zu dem geologischen Strukturraum der Osthessischen Buntsandsteinscholle. Ein charakteristisches Merkmal des Gebietes ist seine, durch tektonische Beanspruchung verursachte, Zerlegung in ein Bruchschollenmosaik sowie die Ausbildung zahlreicher Grabensysteme. Darüber hinaus spielt Subrosion (unterirdische Lösungsverwitterung) eine zentrale Rolle für die geomorphologische Entwicklung. Insbesondere durch Lösung von Zechsteinsalzen im tieferen Untergrund kommt es zu Ausbildung von Erdfällen und Subrosionssenken. Dabei markiert der sogenannte Salzhang die Grenze zwischen vollständig ausgelaugten und noch vollständig erhaltenen Zechsteinsalzen. Er verläuft zentral durch das Gebiet. In Arealen mit noch vorhandenem Salzvorkommen treten bruchtektonische Erscheinungen deutlich schwächer in Erscheinung. Zur Trinkwassergewinnung werden überwiegend Kluftgrundwasserleiter des Unteren und Mittleren Buntsandsteins genutzt. Sie führen in der Regel gering mineralisierte, silikatische Wässer. In den unterlagernden Schichten des Leine-Karbonats [zLCA] treten höher mineralisierte Zechsteinwässer auf, die unter anderem auch als Heil- und Mineralwässer genutzt werden. Stellenweise diente das Leine-Karbonat in der Vergangenheit der Versenkung von Salzabwässern. Das Leine-Karbonat wird (bis zum Buntsandstein) von gering durchlässigen Schichten aus pelitischen, gebietsweise auch sulfatischen Gesteinen des oberen Teils der Leine- sowie von der Aller- bis Fulda-Formation überdeckt, wodurch teilweise stark gespannte geohydraulische Druckverhältnisse vorliegen können. In Folge von Leckagen (z.B. entlang von Grabenrändern) kann es zu einem Aufstieg von höher mineralisiertem Grundwasser in den zur Trinkwassergewinnung genutzten Unteren und Mittleren Buntsandstein kommen. Für die in diesem hydrogeologischen Teilraum verkommenen Grundwasserleiter werden aktuelle Daten zu den hydraulischen und hydrochemischen Eigenschaften sowie Erkenntnisse aus neuen Untersuchungen zu Spurenstoffen und Isotopen dargestellt. Darüber hinaus werden aktuelle Daten zur Grundwasserneubildung mithilfe des am HLNUG verwendeten Bodenwasserhaushaltsmodells inklusive eines Stresstestszenarios präsentiert und mit Ergebnissen aus Abflussmessungen verglichen. Zudem werden Daten zur Grundwasserbewirtschaftung, etwa zur Gewinnung von Trink-, Mineral- und Heilwasser, zur Schutzfunktion der Grundwasserüberdeckung sowie zu anthropogenen Einträgen ins Grundwasser dargestellt. Die vom HLNUG aufgearbeiteten Daten und Darstellungen sollen als Bericht in der Schriftenreihe „Grundwasser in Hessen“ veröffentlicht werden und sind wichtig für Behörden, Wasserwirtschaft, Wissenschaft sowie Planungs- und Ingenieurbüros und unterstützen bei der effektiven, umweltschonenden und nachhaltigen Bewirtschaftung des Grundwassers. | |

