Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S5 Braunkohleausstieg als Herausforderung für die Wasserwirtschaft: Lessons learned. Ort: Telemann-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Nils Cremer, Erftverband Chair der Sitzung: Felix Bilek, GFI Grundwasser-Consulting-Institut GmbH Dresden Chair der Sitzung: Wilfried Uhlmann, IWB - Privates Institut für Wasser und Boden GmbH Chair der Sitzung: Carolin Pezenka, Chair der Sitzung: Kai Zimmermann, IWB - Privates Institut für Wasser und Boden GmbH | |
| Präsentation 1 | |
10:45 - 11:00
ID: 189 / Session 5: 1 Perspektiven für eine erfolgreiche wasserwirtschaftliche Nachsorge von Bergbaufolgeseen als Bestandteile eines sich weitgehend selbstregulierenden Wasserhaushaltes 1: GFI Grundwasser-Consulting-Institut GmbH Dresden, Deutschland; 2: LMBV Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH In den letzten 20 Jahren wurde ein Großteil der Tagebaurestlöcher im Lausitzer Braunkohlenrevier geotechnisch gesichert, mit Fluss- und Sümpfungswasser geflutet und in Bergbaufolgeseen transformiert. Übergeordnetes Ziel der Bergbausanierung ist die „Wiederherstellung eines ausgeglichenen, sich weitgehend selbstregulierenden Wasserhaushaltes“ [3] […] Nach im Wesentlichen abgeschlossener Grundsanierung konnte bisher in 16 von 24 größeren Bergbaufolgeseen des Lausitzer Reviers die Endwasserstandslamelle erreicht werden [1]. Insbesondere hinsichtlich der erforderlichen Ausleitung von Überschusswasser galt es, eine mit den gesetzlichen Vorgaben konforme Wasserbeschaffenheit der Seen herzustellen. Dies konnte durch die weitere Nutzung von Flusswasser, in einigen Fällen zusätzlich oder auch ausschließlich durch Behandlung der Seen mit carbonatischen und oxidischen Neutralisationsmitteln erreicht werden [2]. Ein Beispiel für eine Entwicklung der Wasserbeschaffenheit unter diesen Bedingungen zeigt Abb. 1. Der Bedarf der einzelnen Wasserkörper hinsichtlich solcher Nachsorgemaßnahmen ist höchst unterschiedlich und hängt vom Grundwasserströmungsregime, von der Hydrogeochemie der angrenzenden geologischen Körper, der Bathymetrie der Seen und der Einbindung in das Gewässersystem mit seinen regionalen und überregionalen Wasserspeichern ab. Auch die Verfügbarkeit von Wasser für die Flutung und wasserwirtschaftliche Nachsorge und dessen Priorisierung bei der Bereitstellung, aber auch die Anforderungen an die Stützung der abstromigen Fließgewässer durch Wasserabgaben spielen eine entscheidende Rolle. Nicht zuletzt definieren die Anforderungen der regionalen (Anlieger) und überregionalen Nutzer (u.a. Wasserversorger, Spreewald, Berlin) die Bewirtschaftungsmaßnahmen. Durch das bedarfsangepasste Monitoring der Wasserbeschaffenheit der Bergbaufolgeseen während der Flutung und wasserwirtschaftlichen Nachsorge, wurde in den letzten Jahren eine breite Datengrundlage geschaffen. Diese ermöglichte es, ein Grundverständnis für die Reaktionen der künstlichen Wasserkörper auf ihr dynamisches geochemisches, hydrologisches und technologisches Umfeld und die Bewirtschaftungshandlungen aufzubauen. Die Erkenntnisse bisheriger Maßnahmen werden genutzt, um die weitere wasserwirtschaftliche Nachsorge zu planen und effizient umzusetzen. Sie bieten weiterhin eine wertvolle Grundlage für die Herstellung der heute noch nicht existierenden weiteren Bergbaufolgeseen in der Lausitz aber auch in anderen Revieren Deutschlands, die im Zuge der Beendigung der Braunkohlenförderung zukünftig noch zu gestalten sind. Im Vortrag werden die Zusammenhänge zwischen den jeweiligen hydraulischen, geochemischen und technischen Randbedingungen der Bergbaufolgeseen, ihrer Entwicklung und dem mittel- und langfristigen Handlungsbedarf für die Aufrechterhaltung stabiler Wasserbeschaffenheitsverhältnisse aufgezeigt. [1] Evaluation der berg- und wasserrechtlichen Bergbausanierung der LMBV unter Berücksichtigung von Kohleausstieg und Klimawandel in Sachsen und Brandenburg – Teil 1: Grundsatzstudie. Bericht der GFI Grundwasser-Consulting-Institut GmbH Dresden, im Auftrag der LMBV mbH, 06.12.2023 [2] Kunze, K., Bilek, F. (2025): In-Lake-Behandlung von Bergbaufolgeseen – Durchführung, Überwachung, Bewertung. Proceedings der Dresdner Grundwassertage 2023, Heft 57 8. Umweltministerkonferenz, März 1993 | |

