Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S9.2 Innovative Anwendungen von Isotopentracern zur Analyse von Fließdynamik und Stoffumsatz in aquatischen Systemen Ort: Telemann-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Kay Knoeller, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ GmbH Chair der Sitzung: Anko Fischer, Isodetect GmbH Chair der Sitzung: Axel Schmidt, Bundesanstalt für Gewässerkunde | |
| Präsentation 1 | |
15:15 - 15:30
ID: 185 / Session 9.2: 1 Nutzung von Nitratisotopen- und Stickstoff-Exzess-Analysen zur Identifikation von Nitratquellen 1: TU Dresden, Institut für Grundwasserwirtschaft; 2: Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V. Zahlreiche Grundwasserkörper Europas sind mit hohen Nitratkonzentrationen belastet (UBA, 2024). Isotopenanalysen liefern Rückschlüsse auf die Herkunft des Nitrats, jedoch würde eine vorangegangene Denitrifikation dessen Isotopenverhältnisse überprägen. Mit Hilfe der N2-Exzess-Methode (NLWKN, 2012) kann das bereits durch Denitrifikation umgesetzte Nitrat berechnet werden. Durch Kombination von Nitratisotopen- und N2-Exzess-Analysen ist eine belastbarere Bestimmung der Herkunft des Nitrats möglich (Boelke, 2002). Im Vortrag wird die Anwendung dieser Methodenkombination für Grundwasserproben aus drei Trinkwasserschutzgebieten vorgestellt. Eine erste Auswertung der Nitratisotopenanalysen nach den Genesebereichen von (Kendall et al.,2007) ergab für die analysierten Nitratkonzentrationen (6- 28 mg/L) eine Herkunft aus Wirtschaftsdünger. Der in den Proben analysierte N2-Exzess indizierten jedoch, das die analysierten Isotopensignaturen bereits fraktioniert wurden. Die N2-Exzess-Konzentrationen wurden zur Berechnung der Nitrateintragskonzentrationen NO3(t0) bzw. der Isotopenverhältnisse von NO3(t0) benutzt. Hierfür wurde ein Isotopenanreicherungsfaktor für die Denitrifikation in sandig-kiesigen Grundwasserleitern aus (Grischek et al., 1998) verwendet. Im Ergebnisse dessen stammte das Nitrat nicht aus Wirtschaftsdünger, sondern aus Mineraldünger bzw. Boden-NH4 (Abb.1). | |

