Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S5 Braunkohleausstieg als Herausforderung für die Wasserwirtschaft: Lessons learned. Ort: Telemann-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Nils Cremer, Erftverband Chair der Sitzung: Felix Bilek, GFI Grundwasser-Consulting-Institut GmbH Dresden Chair der Sitzung: Wilfried Uhlmann, IWB - Privates Institut für Wasser und Boden GmbH Chair der Sitzung: Carolin Pezenka, Chair der Sitzung: Kai Zimmermann, IWB - Privates Institut für Wasser und Boden GmbH | |
| Präsentation 2 | |
11:00 - 11:15
ID: 180 / Session 5: 2 Szenarien zur Untersuchung des Bergbaueinflusses nach Grundwasserwiederanstieg im Rheinischen Braunkohlenrevier Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW, Deutschland Mit dem Ende des Braunkohleabbaus im Rheinischen Braunkohlerevier wird das Grundwasser etwa ab dem Jahr 2030 großräumig wieder ansteigen. In einigen Teilbereichen hat der Grundwasserwiederanstieg bereits begonnen. Es wird davon ausgegangen, dass weitgehend die vorbergbaulichen Grundwasserstände wieder erreicht werden. Um die Grundwassersituation zu untersuchen, betreibt das LANUK NRW (Auftragnehmer GCI GmbH) ein großräumiges Grundwassermodell. Dieses ist ein gutes Instrument, um Bereiche zu identifizieren, in denen sich die ursprüngliche, bergbauunbeeinflusste Grundwassersituation möglicherweise nicht wieder einstellen wird. Mittels einer Prognoserechnung lässt sich der zukünftig zu erwartende Grundwasserstand simulieren. Dieses Szenario, das sogenannte Bergbauszenario, prognostiziert die Grundwassersituation, die sich auf der Grundlage der heutigen Planung für Tagebau und Rekultivierung bergbaubedingt einstellen wird. Für den Vergleich mit dem bergbauunbeeinflussten Zustand wird eine geeignete Darstellung dieser Situation benötigt. Es hat sich gezeigt, dass ein Vergleich der Modellergebnisse mit konstruierten Grundwassergleichenplänen oder Flurabstandskarten für einen vorbergbaulichen Zeitpunkt nicht geeignet ist. Für die Konstruktion der Karten standen in der Vergangenheit häufig nur wenig Daten zur Verfügung. Außerdem stellen sie in manchen Bereichen eine Situation dar, die durch lokale Einflüsse (unabhängig vom Bergbau) geprägt ist, die sich in der Zukunft nicht mehr auswirken werden. Daher ist ein Vergleich von Modellvarianten, d. h. ein Vergleich des Bergbauszenarios mit einem Referenzszenario ohne Bergbau, zielführend. Ein Referenzszenario ist ein hypothetisches Szenario, mit dem die Grundwasserstände berechnet werden, die sich eingestellt hätten, wenn keine Bergbautätigkeit im Rheinischen Revier stattgefunden hätte. Dafür müssen die Modelleingangsdaten modifiziert werden, was unter anderem Folgendes umfasst:
Aus dem Vergleich der beiden Szenarien lässt sich ablesen, ob nach Bergbauende und abgeschlossenem Wiederanstieg des Grundwassers ein Einfluss des Braunkohleabbaus und der damit verbundenen Rekultivierung verbleibt. Das Ergebnis zeigt, dass es Gebiete im Rheinischen Revier geben wird, in denen die zukünftige Grundwassersituation aufgrund des Bergbaus voraussichtlich von der bergbauunbeeinflussten Situation abweichen wird. Dabei handelt es sich insbesondere um Gebiete im Einflussbereich eines Tagebausees. Da die Seespiegelhöhen niedriger als die ursprünglichen Grundwasserstände in den Seebereichen sind, werden im Umfeld um die Seen nach dem Wiederanstieg gegenüber dem Referenzszenario niedrigere Grundwasserstände erwartet, was zu größeren Flurabständen führt. Höhere Grundwasserstände werden voraussichtlich nicht eintreten. Dennoch können in kleinen Bereichen im Bergbauszenario infolge der im Rheinischen Revier stattfindenden Bodenbewegungen nach erfolgtem Wiederanstieg lokal geringere Flurabstände auftreten als im Referenzszenario. | |

