Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S11.1 Grundwasser und Landwirtschaft: Herausforderungen, Wechselwirkungen und nachhaltige Bewirtschaftung Ort: Weißer Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Stephan Schulz, TU Darmstadt Chair der Sitzung: Christian Moeck, Eawag - Swiss Federal Institute of Aquatic Science and Technology Chair der Sitzung: Selina Hillmann, Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) | |
| Präsentation 2 | |
13:45 - 14:00
ID: 178 / Session 11.1: 2 Möglichkeiten der Bewässerungsinfrastruktur im Obst- und Weinbau - Eine Machbarkeitsstudie im Ortenaukreis, Baden-Württemberg 1: GIT HydroS Consult GmbH, Deutschland; 2: Ingenieurbüro Himmelsbach & Scheurer In der Machbarkeitsstudie für den Landkreis Ortenaukreis wurde die Bewässerungsinfrastruktur im Obst- und Weinbau von 15 teilnehmenden Gemeinden untersucht, um eine Basis für die Gründung neuer Beregnungsverbände in der Raumschaft mit dem Ziel einer effizienten Nutzung der verfügbaren Wasserressourcen zu schaffen. Im Fokus stand der Aufbau einer nachhaltigen und gemeinschaftlich organisierte Bewässerungsinfrastruktur für den Obst- und Weinbau. Spätestens seit den Dürrejahren 2018-2022 ist deutlich geworden, dass sich aufgrund des Klimawandels mit seinen weitreichenden Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit und Wassernutzung die Anbaubedingungen der Landwirtschaft in Deutschland verändern. Eine angepasste Bewässerungsinfrastruktur bietet nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile mit dem Ziel landwirtschaftliche Erträge zu stabilisieren und abzusichern. Sie ermöglicht eine quantitative Ertragsstabilisierung, indem Trockenstress vermieden wird sowie eine qualitative Ertragsverbesserung, was letztlich zu höheren Verkaufspreisen führt. Darüber hinaus trägt eine Bewässerung zur Reduzierung des Ernteausfallsrisikos in Trockenjahren (Trockenberegnung) und während Frostperioden durch eine Frostschutzberegnung bei. In der Studie wurden folgende Schwerpunkte untersucht:
Die geplante Infrastruktur umfasst Tiefbrunnen, Gewässerentnahmestellen, Haupt- und Verteilungsleitungen sowie Druckerhöhungsanlagen für Hanglagen. Ein erster Entwurf eines möglichen Leitungsnetzes wurde auf Basis realer Flächendaten algorithmisch in QGIS entwickelt. Die Machbarkeitsstudie wurde im Mai 2025 im Landratsamt Ortenaukreis den Gemeinden vorgestellt. Sie zeigt, dass der Ortenaukreis über ein hohes Wasserdargebot insbesondere im Oberrheingraben verfügt und eine moderne, gemeinschaftlich organisierte Bewässerungsinfrastruktur wirtschaftlich sinnvoll und technisch machbar ist. Die Machbarkeitsstudie liefert eine Entscheidungsgrundlage für Landwirtschaft, Politik und Verwaltung. Die Erstellung der Machbarkeitsstudie wurde fachlich durch das Amt für Landwirtschaft und das Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz am Landratsamt Ortenaukreis begleitet. | |

