Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S5 Braunkohleausstieg als Herausforderung für die Wasserwirtschaft: Lessons learned. Ort: Telemann-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Nils Cremer, Erftverband Chair der Sitzung: Felix Bilek, GFI Grundwasser-Consulting-Institut GmbH Dresden Chair der Sitzung: Wilfried Uhlmann, IWB - Privates Institut für Wasser und Boden GmbH Chair der Sitzung: Carolin Pezenka, Chair der Sitzung: Kai Zimmermann, IWB - Privates Institut für Wasser und Boden GmbH | |
| Präsentation 3 | |
11:15 - 11:30
ID: 175 / Session 5: 3 Gewässerherstellung und wasserwirtschaftliche Sanierung im Helmstedter Revier im Spiegel der Erfahrungen aus 30 Jahren Bergbausanierung 1: MIBRAG GmbH, Deutschland; 2: HPC AG, Deutschland; 3: Helmstedter Revier GmbH, Deutschland Im Helmstedter Revier ist der Kohleausstieg mit Einstellung der Förderung bereits im Jahr 2016 vollzogen worden. Geblieben waren die Aufgaben, wasserwirtschaftliche Lösungen für die Gestaltung von fünf Tagebaurestlöchern im gesamten Revier zu finden und umzusetzen. Die Lage des Reviers auf der Wasserscheide zwischen Elbe und Weser sowie die de facto nicht vorhandene Verfügbarkeit von Fremdwasser zur Flutung impliziert einen besonders langen Weg für die Herstellung eines sich weitgehend selbst regulierenden Wasserhaushalts im Revier, wenn bereits die mengenmäßige Sanierung des Wasserhaushalts und die Erreichung von Zielwasserständen für einige Folgeseen bis weit ins nächste Jahrhundert reichen wird. Neben dem zu diesem Zeitpunkt bereits in Flutung befindlichen Restloch des Tagebaus Helmstedt, das mit dem Restloch des Tagebaus Wulfersdorf den gemeinsamen Lappwaldsee bilden wird, ist vor allem der Tagebau Schöningen von zentraler Bedeutung für die Beschreibung der wasserwirtschaftlichen Herausforderungen im Revier. Aufgrund dessen, dass das Erreichen des Endwasserstandes aktuell weit nach 2100 erwartet wird, sind aktive wasserwirtschaftliche Arbeiten noch sehr lange abzusichern: - Brunnenbetrieb zur flutungsbegleitenden Wasserhebung und zur geotechnischen Sicherung von Böschungen, - Ableitung bzw. Nutzung des Sümpfungswassers zur Flutung, - Sicherung der endgestalteten Böschungen vor erosiven Prozessen bis zur Überstauung durch Seewasser, - Anpassung und Weiterentwicklung von wasserwirtschaftlichen Maßnahmen und Funktionen der Folgeseen bis zum Erreichen des Endwasserstandes. Aufgrund der Langwierigkeit dieses Prozesses spielt der Zeitfaktor eine besondere Rolle. Das Sümpfungswasser des Tagebaus Schöningen ist geprägt von einer relativ hohen Chloridbelastung und die über lange Zeit erfolgte Überleitung in das Restloch Helmstedt hat Auswirkungen auf die dortigen Ziele der Gewässerherstellung. Die Erosionsanfälligkeit und die Kulturunfreundlichkeit einiger Böschungsmaterialien in Verbindung mit der langen Flutungszeit begünstigen Böschungsumbildungen und erfordern langfristige Managementmaßnahmen. Die Lösungsfindung für diese Probleme im Spiegel reichhaltiger Erfahrung aus 30 Jahren Braunkohlensanierung im Osten Deutschlands wird flankiert von Fragestellungen, in denen gerade neue Erfahrungen gesammelt werden. Insbesondere die Unsicherheit zur zukünftigen Klimaentwicklung ist hier von besonderer Bedeutung. Während die Zeiträume bis zum Erreichen der Endwasserstände zum Teil bis weit ins nächste Jahrhundert gehen, gibt es Prognosen aus den verfügbaren Klimamodellen lediglich bis Ende des Jahrhunderts. Der Beitrag beschäftigt sich mit den revierübergreifenden, wasserwirtschaftlichen Zusammenhängen und deren Bedeutung für die Sanierungsaufgaben und Gewässerherstellungen. Die Ableitung von Lösungen für die regionalen Herausforderungen unter Nutzung reichhaltiger Erfahrungen wird genauso diskutiert wie der Beitrag des Reviers in der Berücksichtigung von klimamodellbasierten Prognoseunsicherheiten und deren Bedeutung für die weiteren Sanierungsplanungen. | |

