Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S19.1 Hydrogeologie in der Praxis - Fallbeispiele der Staatlichen Geologischen Dienste Ort: Bach-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Tobias Geyer, Regierungspräsidium Freiburg Chair der Sitzung: Timo Spörlein, LFU Bayern Chair der Sitzung: Stefan Broda, BGR | |
| Präsentation 3 | |
11:15 - 11:30
ID: 174 / Session 19.1.: 3 Hintergrundwerte in Oberflächengewässern Nordrhein-Westfalens - Hilfestellung bei der Umsetzung der EU-WRRL Geologischer Dienst NRW, Deutschland Eines der Umweltziele der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL; RICHTLINIE 2000/60/EG) ist die Erreichung eines guten Zustandes (chemisch und ökologisch) der Oberflächengewässer. Gemäß den Ergänzungen der WRRL durch die Richtlinien 2008/105/EG und 2013/39/EU können bei der Zustandsbewertung die natürlichen Hintergrundkonzentrationen berücksichtigt werden. Durch den Geologischen Dienst NRW (GD NRW) wurden im Auftrag des Umweltministeriums NRW im Zeitraum von 2016 bis 2019 ein Projekt zur Ermittlung natürlicher Hintergrundkonzentrationen in den Oberflächengewässern NRWs durchgeführt. Hierzu war eine Methodik im Rahmen des Projektes neu entwickelt worden. Die Untersuchungen umfassten insgesamt 18 (Halb-)Metalle und Sulfat. In einem Folgeprojekt widmete sich der GD NRW in den Jahren 2024 und 2025 erneut dem natürlichen Stoffinventar der Oberflächengewässer NRWs und knüpft damit an das Erstprojekt an. Es wurden jene Bereiche, für die im Erstprojekt noch keine Hintergrundwerte ermittelt wurden (da keine Überschreitung der UQN bzw. des Orientierungswertes vorlag), ausgewertet. Darüber hinaus wurden weitere Parameter (Mangan, Molybdän, Titan) NRW-weit bearbeitet und auch für diese möglichst flächendeckend Hintergrundwerte bestimmt. Der Methodik des Erstprojektes folgend wurden Gütedaten aus Fließgewässern und Quellen mit Hilfe des Wahrscheinlichkeitsnetzes für geochemisch (weitestgehend) homogene Bewertungseinheiten ausgewertet, Hintergrundkonzentrationsspektren erfasst und Hintergrundwerte, entsprechend der Vorgabe des LAWA-AO (2015) als 90. Perzentil der natürlichen Konzentrationsverteilung, abgeleitet. Für die korrekte Beurteilung und Bereinigung der Eingangsdaten wurden umfangreiche Randdaten (z. B. Abwassereinleitungen, Besiedlungsanteil, Bergbautätigkeiten) akquiriert und in den Ausarbeitungen berücksichtigt. Die Untersuchungsergebnisse beider Projekte zeigen erwartungsgemäß einen engen Zusammenhang zwischen der Geologie und den natürlichen Hintergrundkonzentrationen der Untersuchungsparameter in den Oberflächengewässern. Sie wurden im Mai 2025 an das Umweltministerium NRW und das LANUK NRW übergeben und fanden unmittelbar in der Bewirtschaftungsplanung des Landes Nordrhein-Westfalen Berücksichtigung. | |

