Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Postersession Donnerstag Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 6, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 16, 17 und 18.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 39 | |
ID: 148
/ Poster Do: 39
messstellencheck: Ein automatisierter Workflow zur effizienten Eignungsprüfung von Grundwassermessstellen Oldenburgisch-Ostfriesischer Wasserverband (OOWV), Deutschland Als größter Flächenversorger Deutschlands sichert der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) durch den Betrieb von 15 Wasserwerken die Trinkwasserversorgung von über eine Million Menschen im Nordwesten Deutschlands. Im Bereich dieser Wasserwerke werden an etwa 2600 Grundwassermessstellen regelmäßig der Grundwasserstand und an etwa 500 Messstellen die Wasserqualität gemessen. Die Basis für eine belastbare Qualität der erhobenen Daten bilden dabei Messstellen, die sowohl funktionsfähig als auch für ihre unterschiedlichen Überwachungs- und Monitoringaufgaben geeignet sind. Aufgrund der Vielzahl der Messstellen ist eine manuelle Eignungsprüfung zeitintensiv und ineffizient. Daher wurde ein systematischer Ansatz entwickelt, der auf automatische Überprüfungen der Messstellendaten setzt. Im ersten Schritt wurden essentielle Kriterien definiert, die jede Grundwassermessstelle erfüllen muss, wie etwa die Angabe von aktuellen Koordinaten oder das Vorhandensein einer hydraulischen Trennung in der Schüttung. Die Kriterien orientieren sich an bestehenden Regelwerken, werden aber in einigen Punkten erweitert. Für Grundwassergütemessstellen wurden zusätzliche Anforderungen formuliert, die für reine Grundwasserstandsmessstellen nicht erforderlich sind. Im nächsten Schritt wird nun sukzessive ein OOWV-internes R-Paket ‚messstellencheck‘ entwickelt, in dem die automatischen Überprüfungen der Kriterien zusammengefasst werden. Das Ziel ist, dieses Paket regelmäßig auf die Messstellendaten anzuwenden, um die Qualität des Messnetzes langfristig zu sichern. Erste Implementierungen und deren Anwendung auf die Messstellen eines Wasserwerks haben bereits gezeigt, dass das Paket eine große Unterstützung bei der Überarbeitung des Messnetzes sowie bei der Datenpflege darstellt. Die Ergebnisse des Messstellenchecks fördern nicht nur die Klarheit darüber, welche Messstellen verlässlich sind und weiter betrieben werden sollten, sondern weisen auch auf Lücken in den Daten hin. Diese Daten können nun gezielt in der Datenbank nachgepflegt werden, indem sie aus anderen Quellen wie PDF-Dokumenten übertragen werden. Sollten trotz der Nacherfassung weiterhin Datenlücken vorhanden sein, können ggf. Überprüfungen vor Ort, wie z.B. Kamerabefahrungen, veranlasst werden um diese zu schließen. Das R-Paket 'messstellencheck' trägt damit entscheidend zur effizienten und gezielten Eignungsprüfung der Grundwassermessstellen bei. Diese digitale Lösung verbessert die Datenqualität und unterstützt die kontinuierliche Pflege der Messnetze, indem sie gezielt Lücken aufdeckt und Handlungsbedarfe identifiziert. Dadurch können Instandhaltungsmaßnahmen optimiert und Entscheidungen fundierter getroffen werden, was wiederum die Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit der Wasserversorgung stärkt. | |

