Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Postersession Donnerstag Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 6, 7, 8, 10, 11, 12, 14, 16, 17 und 18.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 34 | |
ID: 144
/ Poster Do: 34
Lokalisierung und Quantifizierung des Grundwasserzustroms zum Steinhuder Meer 1: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Deutschland; 2: Leibniz Universität Hannover, Deutschland; 3: Kirchner Ingenieure, Deutschland; 4: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Deutschland Das Steinhuder Meer ist mit einer Seefläche von 29,1 km2 der größte Flachwassersee Deutschlands und liegt ungefähr 30 km nordwestlich von Hannover. Die mittlere Wassertiefe beträgt 1,35 m und das oberirdische Einzugsgebiet inklusive Seefläche hat eine Größe von 80 km2. Es entstand zum Ende der Weichseleiszeit vor ca. 14 000 Jahren durch Thermokarst. Das Steinhuder Meer wird zu etwa einem Drittel aus Grundwasser gespeist (Paetzmann 2024). Durch die dadurch bedingte Nährstofffracht, insbesondere Phosphat, wird die Ökologie des Sees beeinflusst. Es ist derzeit nicht genau bekannt, wie, wo und wann dieser Eintrag stattfindet. Zur Lokalisierung von ufernahen Exfiltrationszonen wurden daher Seewasserproben auf stabile Isotope analysiert. Im Januar 2024 während flächendeckender Vereisung der Seeoberfläche wurden Wasserproben unter der Eisfläche entnommen. An zwei Stellen am Nordufer sind Grundwasserzuströme bekannt. Mittels Seepagemeter (Lee 1977) und Temperaturlanzen wurden hier Exfiltrationsraten von maximal 33 l m-2 d-1 bestimmt (Abb. 1). Der Einbau der Temperaturlanzen erfolgte mittels Schutzrohr und Druckluftinjektion. Diese Technik wurde auch zur Beprobung des oberflächennahen Grundwassers genutzt. Zudem wurde zwischen 2022 und 2024 exfiltrierendes Grundwasser während drei Kampagnen beprobt und analysiert. Im Fokus der Untersuchungen stehen der Eintrag von Nährstoffen ins Steinhuder Meer über den Grundwasserpfad und der Einfluss langer Trockenphasen auf die Beschaffenheit des Grundwassers. Die erste Beprobung (Herbst 2022) zeigt auffallend hohe Konzentrationen von Eisen und Sulfat durch Oxidation von Pyriten im Grundwasserleiter aufgrund von Sauerstoffeintrag bei fallendem Grundwasserstand. Während der folgenden Probenahmen, die bei höheren Grundwasserständen durchgeführt wurden, fallen diese Werte wieder. Die Konzentration von Phosphor als limitierendem Nährstoff im See ist im Mittel um 0,09 mg l-1 etwas hoch. Schuster (2023) gibt als Sanierungsziel eine Konzentration von 0,05 mg/l Gesamtphosphor für das Seewasser an. Mit dieser Untersuchung wurden bekannte Exfiltrationszonen bestätigt, aber auch bisher unbekannte identifiziert. Literatur: Lee, D. R. (1977). A device for measuring seepage flux in lakes and estuaries 1. Limnology and Oceanography, 22(1), 140-147. Paetzmann, H. (2024). Bestimmung des Grundwasserzustroms zum Steinhuder Meer mittels einer Wasserbilanz. Bachelorarbeit an der Leibniz Universität Hannover Schuster (2023). Phosphoreinträge in das Steinhuder Meer & Entwicklung der Phosphorkonzentration im See – geplante Maßnahmenumsetzungen. Vortrag im Juni 2023 | |

