Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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Postersession Mittwoch Alle Poster sind während der gesamten Konferenz ausgestellt.
Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 1, 2, 3, 4, 5, 9, 13, 15 und 19.
Die Autorinnen und Autoren sollten während der Postersession an ihrem Poster sein!
Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt. | |
| Präsentation 34 | |
ID: 139
/ Poster Mi: 34
Isotopenhydrologische und gasphysikalische Untersuchungen an Grundwassermessstellen in Rheinland-Pfalz 1: Hydroisotop GmbH; 2: Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz Das Landesamt für Umwelt Rheinland-Pfalz (LfU RLP) ermittelt die Grunddaten zur Ausweisung der mit Nitrat belasteten Gebiete im Rahmen der Landesdüngeverordnung (LDüVO, AVV GeA, BAnz AT 16.08.2022 B2). An hierfür genutzten Grundwasser-Messstellen wurde zur Klärung ihrer Eignung für das Nitrat-Ausweisungsmessnetz der Jungwasseranteil und die mittlere Verweildauer des jeweiligen Grundwassers bestimmt, um die Entwicklung der Nitratgehalte über die letzten Jahrzehnte besser zu verstehen und die zeitliche Verzögerung eventueller Sanierungsmaßnahmen bewerten zu können. Hierfür wurden vom LfU RLP 31 Messstellen mit Teufen von ca. 2,6 bis 88,3 m ausgewählt. Die Messstellen wurden im Winter 2024 und Frühjahr 2025 beprobt und auf die Parameter Tritium (3H-H2O), Schwefelhexafluorid (SF6), FCKW-Spurengase (F11, F12 und F113) sowie die stabilen Isotope Sauerstoff-18 (δ18O-H2O) und Deuterium (δ2H-H2O) hin untersucht. Nach Bewertung möglicher Sekundäreinflüsse auf die Jungwassertracer erfolgte die Modellierung von Jungwasseranteil und mittlerer Verweilzeit je Grundwasserprobe. Die Grundwässer in quartären und tertiären Lockergesteinen/Sedimenten (selten Festgesteinen) zeigen Jungwasseranteile von 10 bis 100 % und Grundwasserverweildauern im vollen Spektrum des von den Jungwassertracern erfassten Zeitraums von 5 bis 70 Jahren. Die überwiegend flachen Grundwassermessstellen - nur vereinzelte Messstellen erschließen Grundwasser aus Tiefen von >40 m - weisen relativ lange Verweilzeiten von >20 und z.T. >40 Jahren auf. Nur vereinzelte flache Messstellen weisen mittlere Verweilzeiten des Grundwassers von <20 Jahren auf. Lange Verweildauern bedingen einen stark verzögerten Austrag unerwünschter Stoffe, wie z.B. Nitrat oder anthropogene Rückstandsparameter von Pflanzenbehandlungsmitteln. Die Auswertungen zeigen mehrfache Besonderheiten. So werden Tritiumgehalte beobachtet, die im Vergleich zu den Spurengehalten und modellierten Altersstrukturen deutlich erhöht sind. Als Ursache hierfür können verschiedene Möglichkeiten diskutiert werden wie höhere Beiträge von Sommerniederschlägen zur Neubildung oder ein bedeutender Einfluss von Beregnungsanlagen. Dies würde durch die Beobachtung von Verdunstungssignaturen der stabilen Wasserisotope gestützt. | |

