Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Tagesübersicht |
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S11.1 Grundwasser und Landwirtschaft: Herausforderungen, Wechselwirkungen und nachhaltige Bewirtschaftung Ort: Weißer Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Stephan Schulz, TU Darmstadt Chair der Sitzung: Christian Moeck, Eawag - Swiss Federal Institute of Aquatic Science and Technology Chair der Sitzung: Selina Hillmann, Hessisches Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) | |
| Präsentation 1 | |
13:30 - 13:45
ID: 132 / Session 11.1: 1 Future Proof Grasslands: Klimaangepasstes Wassermanagement in der Grünlandwirtschaft Nordwestdeutschlands Institut für Biologie und Umweltwissenschaften (IBU), Carl von Ossietzky Universität Oldenburg Die Binnenentwässerung ist charakteristisch für die nordwestdeutsche Küstenregion und eine Voraussetzung für die Grünlandnutzung. Klimawandelmodelle prognostizieren für die Region höhere Niederschlagsmengen im Winter, häufigere Starkregenereignisse und ausgedehntere Dürreperioden im Sommer. Die Auswirkungen von Dürren zeigen sich in Nordwestdeutschland bereits jetzt durch Schäden an der Vegetation und sinkender Produktivität intensiv genutzter Grünlandflächen. Um den entsprechenden Wasserbedarf von intensiv genutztem Grünland in trockenen Sommerperioden sicherzustellen, ist ein klimaangepasstes Wassermanagement dringend erforderlich. In dem Projekt „Future Proof Grassland“ wird die derzeitige konventionelle Binnenentwässerung auf exemplarischen Exaktversuchsflächen auf ein klimaangepasstes Wassermanagement umgestellt, das sowohl auf trockene als auch nasse Wetterbedingungen variabel reagieren kann. Unter trockenen Bedingungen wird Wasser auf Feldversuchsebene in Grüppen angestaut, um das Absenken des Grundwasserspiegels in Dürreperioden zu reduzieren, damit das Grünland keinen Trockenstress erleidet und die Produktivität der Grünlandfläche erhalten bleibt. Unter nassen Bedingungen verhindert das klimaangepasste Wassermanagement Staunässe durch eine Reaktivierung der Entwässerungsfunktion und ermöglicht den Wasserabfluss aus der Fläche. Im Projekt werden konventionelles und klimaangepasstes Wassermanagement verglichen. Darüber hinaus werden Änderungen der Landnutzungsintensität als Möglichkeit zur Verringerung der Nährstoffeinträge in die Oberflächengewässer untersucht. In den Zielregionen Ostfriesland und Wesermarsch werden zu diesem Zweck groß angelegte randomisierte Exaktversuche mit dem klimaangepasstem Wassermanagement durchgeführt. Erste Versuchsergebnisse zeigen, dass auf Feldebene das konventionelle Entwässerungssystem an die sich verändernden klimatischen Bedingungen angepasst werden kann. Dadurch ist es möglich, den Grundwasserspiegel und damit die den Pflanzen zur Verfügung stehende Wassermenge zu beeinflussen und variabel auf Witterung und klimatischen Bedingungen zu reagieren. | |

