Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.
|
Tagesübersicht |
| Sitzung | |
|
S12.2 Nachhaltige Grundwasserbewirtschaftung in Deutschland – Herausforderungen und Innovationen Ort: Händel-Saal, Kongresshalle am Zoo Chair der Sitzung: Sarah Fieger, DECHEMA e.V. Chair der Sitzung: Johannes Barth Chair der Sitzung: Kathrin Menberg, Karlsruher Institut für Technologie | |
| Präsentation 1 | |
15:30 - 15:45
ID: 127 / Session 12.2: 1 Szenarienbasierte Quantifizierung des zukünftigen Grundwasserdargebots und Maßnahmenoptionen der Grundwasserbewirtschaftung im Hessischen Ried 1: BGS Umwelt GmbH, Darmstadt; 2: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe; 3: Hessenwasser GmbH & Co. KG, Gross-Gerau / Dornheim Im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahme LURCH wurden im Verbundprojekt WaRM (Nachhaltige, flexible Grundwasserbewirtschaftung in Ballungszentren auf Basis eines Wassersystemmodells am Beispiel der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main) Nutzungskonflikte und entsprechende Lösungsansätze hinsichtlich sich verändernden Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges und flexibles Grundwassermanagement untersucht. Die wasserwirtschaftlichen Herausforderungen der Region liegen sowohl in der Wassermenge mit einem potentiell steigenden Wasserbedarf verschiedener Akteure, als auch in der Wasserqualität mit bereichsweise hohen Belastungen an Nitrat, Pflanzenschutzmitteln und Spurenstoffen. In der Vergangenheit gab es bereits verschiedene Ansätze zur Lösung der bestehenden und potentiell zunehmenden Wassernutzungskonflikte. Bzgl. quantitativer Aspekte wurde in den späten 1980er-Jahren eine Rheinwasseraufbereitung zur Nutzung von aufbereitetem Rheinwassers zur künstlichen Grundwasseranreicherung und zur landwirtschaftlichen Bewässerung initiiert. Der „Grundwasserbewirtschaftungsplan Hessisches Ried“ setzt den Rahmen für die aktuelle Grundwassernutzung und weitere Entwicklung im Untersuchungsraum. Im Zuge zukünftiger Entwicklungen ist mit zunehmenden Konflikten hinsichtlich der Wasserverfügbarkeit als auch des Wasserbedarfs zu rechnen. Dies wurde innerhalb des Projektes WaRM anhand von vier Zukunftsszenarien detailliert betrachtet. Die Szenarien decken insgesamt die Bandbreite möglicher zukünftiger Entwicklungen bezüglich klimatischer Veränderungen, Landnutzungsänderungen und Entwicklung des Wasserbedarfs der öffentlichen Trinkwasserversorgung ab. Innerhalb von Bodenwasserhaushalts- und Grundwassermodellrechnungen wurden die quantitativen Änderungen des Grundwasserhaushalts für die definierten Szenarien bestimmt. Hierbei wurden auch sich im Rahmen der Szenarien ändernde Wasserbedarfe für die landwirtschaftliche Bewässerung anhand des spezifischen Pflanzenwasserbedarfs ermittelt. Die einzelnen Szenarien zeigen unterschiedliche Ausprägungen von Perioden mit potentiell erhöhten Wassernutzungskonflikten. Insbesondere für die fernere Zukunft (nach 2050) ist für alle Szenarien mit Perioden erhöhten Wasserbedarfs zu rechnen, die unter Maßgabe der aktuellen Rahmenbedingungen und ohne die Umsetzung weiterer Maßnahmen nicht flächendeckend mit dem bestehenden Grundwasserbewirtschaftungsplan vereinbar sind. Diesbezügliche Handlungsoptionen wurden innerhalb des Projektes in Form von Maßnahmenbündeln mit unterschiedlichem Umsetzungsgrad untersucht. Die Entwicklung eines Maßnahmenplans erfolgte unter dem Gesichtspunkt nachhaltiger Lösungskonzepte unter Berücksichtigung und Bewertung sowohl wasserwirtschaftlich-technischer als auch politisch-administrativer Handlungsoptionen. Maßnahmen, die den quantitativen Grundwasserhaushalt betreffen umfassen hierbei den Ausbau blau-grüner Infrastruktur (v.a. Regenwasserversickerung), den Ausbau der künstlichen Grundwasseranreicherung sowie Einsparungen u.a. durch Substitution von Grund-, Brauch- und Trinkwassernutzungen und Effizienzsteigerung in der landwirtschaftlichen Bewässerung. Quantifizierbare Maßnahmen wurden anhand von Bodenwasserhauhalts- und Grundwassermodellrechnungen bzgl. ihrer Wirkung bewertet. Das innerhalb des Gesamtprojektes erarbeitete Tool eines Wassersystemmodells gibt Akteuren die Möglichkeit, konkrete und nutzbare Bewirtschaftungsoptionen im Zuge sich ändernder wasserwirtschaftlicher Randbedingungen zu evaluieren. | |

