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Die Postersession heute umfasst die Sessions/Themen 1, 2, 3, 4, 5, 9, 13, 15 und 19.
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Die zugehörigen Poster sind hier aufgeführt.
Präsentation 30
ID: 120 / Poster Mi: 30
Ergebnisse aus dem EU-INTERREG Projekt Blue Transition – Pilotprojekt GE 2
Eva González, Jennifer Bals, Jörg Elbracht
Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie
Im Rahmen des EU-Interreg Projektes Blue Transition wird ein systemischer Wandel durch ein integriertes Wasser- und Bodenmanagement angestrebt. Dazu werden im Teilprojekt GE-2 am Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) im Bereich der Bederkesaer Geest und des Gnarrenburger Moores die Auswirkungen unterschiedlicher künstlicher (Grund-) Wasseranreicherungs-Maßnahmen getestet. Das Gnarrenburger Moor ist ein ca. 60 km2 großes Hochmoor in Niedersachsen. Seit gegen Ende des 18. Jahrhunderts dort die Besiedlung begann, ist der Torfabbau die Existenzgrundlage der dort lebenden Bevölkerung. Heutzutage sind große Areale des Moores drainiert und werden als Ackerfläche genutzt. In wenigen Bereichen gibt es ebenfalls noch aktiven Torfabbau. Auf Grund der vorhandenen Siedlungen und der landwirtschaftlichen Nutzung der Flächen erscheint eine totale Renaturierung des Gnarrenburger Moores als nicht umsetzbar. Stattdessen sollte es als Möglichkeit betrachtet werden, Gebiete zu identifizieren, in denen zeitnah eine Wiedervernässung erfolgen soll. Somit kann in Teilen die heutige landwirtschaftliche Nutzung weiterhin ermöglicht werden und auch die Siedlungsbereiche wären durch die Maßnahmen nicht betroffen. Strömungsmodelle können bei der Identifizierung dieser Bereiche helfen, in dem mit ihnen unterschiedliche Maßnahmen, wie beispielsweise der Einbau von Stauwehren oder eine Minderung der Drainagewirkung in der vorhandenen Grabenstruktur, simuliert werden. In der benachbarten Bederkesaer Geest wird seit den 1960er Jahren Grundwasser für die öffentliche Trinkwasserversorgung gefördert. Zu dem Wasserwerk Minstedt gehören aktuell 10 Förderbrunnen mit einer Jahresfördermenge von 2 Mio. m3. Seit den 1990er Jahren hat der Wasserversorger Probleme mit steigenden Chlorid-Konzentrationen an einzelnen Förderbrunnen, sodass einige dieser Brunnen bereits außer Betrieb genommen wurden. Betroffen waren zu Beginn die Brunnen mit geringer Entfernung zur Oste. Jedoch zeigt sich ein fortschreitendes Vordringen der Versalzungsfront ausgehend von der Oste ins Innere des Wassergewinnungsgebietes. Basierend auf Aeroelektromagnetik-Daten (SkyTEM und sAEM) konnte der Status Quo der Grundwasserversalzung (Grenzwert 250 mg/L Chlorid) kartiert werden. Darauf aufbauend ist ein Strömungsmodell in der Entwicklung, das die Herkunft der Versalzung aufzeigen soll und mit dem Maßnahmen getestet werden sollen, die es ermöglichen ein Vordingen der Versalzungsfront zu verhindern oder diese zurückzudrängen. Das Projekt wird gefördert von Interreg North Sea Region VIb.