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Sitzungsübersicht
Sitzung
Open Science und Rechtspsychologie: (Zwischen-)Ergebnisse und Diskussion der Arbeitsgruppe "Open Science" der Fachgruppe Rechtspsychologie
Zeit:
Mittwoch, 10.09.2025:
8:45 - 9:30

Ort: Großer Saal

Sitzungsthemen:
Sonstiger Themenbereich

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Präsentationen
Positionsreferat
Stichworte: Open Science, Rechtspsychologie, Präregistrierung, Open Data, Wissenschaftskommunikation

Open Science und Rechtspsychologie: (Zwischen-)Ergebnisse und Diskussion der Arbeitsgruppe "Open Science" der Fachgruppe Rechtspsychologie

Martin Rettenberger1,2, Sonja Etzler3, Alexander Schmidt2, Verena Oberlader2, Kristina Suchotzki4, André Körner5

1Kriminologische Zentralstelle (KrimZ); 2Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU); 3Universitätsklinikum Freiburg; 4Philipps-Universität Marburg; 5Medical School Berlin (MSB)

Ausgehend von der Replikationskrise wurden in den letzten Jahren unter der Überschrift „Open Science“ vielfältige Maßnahmen diskutiert, um psychologische Forschung transparenter, nachvollziehbarer und reproduzierbarer zu gestalten. Dabei wurden international wie im deutschsprachigen Raum nicht nur revidierte und neue Forschungspraktiken und Publikationsformen thematisiert, sondern auch intensiv über Veränderungen in der universitären Lehre nachgedacht, um die Implikationen, die aus diesem umfangreichen und komplexen Diskussionsprozess resultierten, bereits in der Aus- und ggf. der Weiterbildung (angehender) Psychologinnen und Psychologen zu integrieren. Neben diesem vorrangig das fachliche Binnenverhältnis betreffenden und damit eher nach innen gerichtetem Blick umfasst Open Science aber auch die Kommunikation nach außen, d. h. die Kommunikation zwischen Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft und unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren aus (Zivil-)Gesellschaft und Politik. Aufgrund der spezifischen Themen, Aufgaben und Gruppen von Probandinnen und Probanden, mit denen sich die Rechtspsychologie beschäftigt, bestehen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung von Open Science-Maßnahmen besondere Herausforderungen, die sich unter anderem aus den unterschiedlichen fachinhärenten Spannungsfeldern ergeben. Gleichzeitig ergeben sich aus der Diskussion über die Umsetzung und ggf. Anpassung von Open Science-Maßnahmen im Bereich der Rechtspsychologie auch Chancen für das Fach, die ebenfalls in diesem Vortrag diskutiert werden sollen. Es werden die folgenden Bereiche thematisiert: 1. Präregistrierung von Studien; 2. Offene Daten und Materialien; 3. Open Access Publikationen; 4. Anreizstrukturen; und 5. Wissenschaftskommunikation. Im vorliegenden Beitrag werden (Zwischen-)Ergebnisse des Diskussionsprozesses der Arbeitsgruppe „Open Science“ der Fachgruppe Rechtspsychologie vorgestellt und diskutiert.