Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
WK-DLM 4
Zeit:
Freitag, 10.09.2021:
11:00 - 12:30

Chair der Sitzung: Nancy Wünderlich
Ort: Arno-Esch-Hörsaal I
Ulmenstr. 69, Haus 8 (Hörsaalgebäude), 57 Plätze

Präsentationen
11:00 - 11:30

Hochschulmarketing als Dienstleistung(smarketing) - eine ultraökonomische Analyse

Otto Altenburger

Universität Wien, Österreich

Hochschulmarketing ist per definitionem Dienstleistungsmarketing. Dienstleistungsmarketing ist ein inzwischen etablierter Gegenstand betriebswirtschaftlichen Bemühens. Inwieweit sind die einschlägigen Konzepte auf Hochschulen anwendbar? Inwieweit sind sie anwendbar auf Unternehmen, an die Hochschulen Marketingaktivitäten auslagern? Die Frage stellt sich analog für das Marketing von Unternehmen oder anderen Institutionen AN Hochschulen.

Marketing kann weiter interpretiert werden als klassisch ökonomisch. Der seit langem eingeführte Begriff Makromarketing (mit Auswirkungen auf die gesellschaftliche Umwelt und umgekehrt) läßt sich laut Löbler zu einem Marketing-Ökosystem erweitern (einschließlich Auswirkungen auf die natürliche Umwelt und umgekehrt). Kann man dieses Konzept auf das Hochschulmarketing anwenden?

Da es um Dienstleistungen geht, liegt es nahe, auf die im letzten Jahrzehnt veröffentlichten Überlegungen zum sog. Service-Ökosystem zurückzugreifen; der Begriff Service wird dabei allerdings weiter als üblich verstanden. Lassen sich diese Überlegungen für das Hochschulmarketing fruchtbar machen?

Der Beitrag möchte die aufgeworfenen Fragen beantworten und damit die wissenschaftliche Durchdringung des Hochschulmarketings aus der Dienstleistungsperspektive fördern.

DT2021Altenburger-Hochschulmarketing als Dienstleistung-119-2020-09-10_17-50.pdf


11:30 - 12:00

Vertrauen in KI-basierte Radiologie – Erste stakeholder-differenzierende Erkenntnisse durch eine explorative Konsultationsstudie

Martin Gersch1, Christian Meske1, Enrico Bunde1, Nader Aldoj2, Marc Dewey2

1FU Berlin, Deutschland; 2Charité - Universitätsmedizin Berlin

Auf Anwendungen der Künstlichen Intelligenz basierende Software („KI-Tools“) versprechen auch im Bereich Radiologie große Verbesserungsmöglichkeiten. Es gibt bisher jedoch kaum empirisch gesicherte Erkenntnisse, wann die verschiedenen Stakeholder entlang von KI-unterstützten Analyse- und Behandlungsprozessen bereit sind, entsprechende Anwendungen in Anspruch zu nehmen. Der Beitrag bietet erste explorative Ergebnisse aus einer Stakeholder-Konsultation, die in einem Delphi-Format mit 25 Beteiligten aus fünf Stakeholder Gruppen über drei Runden durchgeführt wurde. Handlungs­leitend waren hierbei u.a. die folgenden Forschungsfragen: Welche (unterschiedlichen) Vorbehalte haben relevante Stakeholder gegenüber KI-basierter medizinischer Entscheidungs­unterstützung am Beispiel der Radiologie und welche Ausgestaltungsoptionen können das notwendige Vertrauen verbessern?

DT2021Gersch-Vertrauen in KI-basierte Radiologie – Erste stakeholder-differenzierende Erkenntnisse durch eine .pdf


12:00 - 12:30

Mobilitätshubs für Berlin: Die Entwicklung tragfähiger Geschäftssystem-Optionen für Service-Innovationen in lokalen Ökosystemen aus Sicht des ÖPNV

Martin Gersch1, Michael Bartnik2, Gina Genseler1, Anja Leopold2

1FU Berlin, Deutschland; 2Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Im Frühjahr 2019 eröffneten die „Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)“ die erste sog. „Jelbi-Station (Mobilitätshub)“ in Berlin. Leistungen verschiedener Mobilitäts- und Serviceanbieter werden an ausgewählten Frequenzstandorten verfügbar und sind über die neue Jelbi-App buchbar. Die BVG versteht ihre Rolle als „Integrator“, der auf Grundlage einer Baukastenstrategie lokale Ökosysteme orchestriert. Auch Behörden und Ministerien haben ein großes Interesse an der Entwicklung von Service-Innovationen im Mobilitätsbereich. Bisher realisiert die BVG das Projekt als so genannte F&E-Partnerschaften, bei denen jeder Partner für den Entwicklungszeitraum seine eigenen Kosten trägt. Zukünftig ist es das Ziel, ökonomisch nachhaltige Rahmenbedingungen zu gestalten, die die unterschiedlichen Kosten- und Nutzenpositionen der beteiligten Partner berücksichtigen und gegebenenfalls auch skalierbar sind. Das Forschungsdesign orientiert sich am etablierten Format des Design Science Research (DSR) und adressiert folgende Forschungsfrage: „Wie können Mobilitätshubs als lokale Ökosysteme ausgestaltet werden, um eine mittel- bis langfristige Realisierung durch einen Anbieter des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu ermöglichen?“

DT2021Gersch-Mobilitätshubs für Berlin-115-2020-04-27_12-02.pdf