Conference Agenda

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Date: Tuesday, 24/Feb/2026
9:00amto12:30pmWorkshop 15
Location: Seminar Room 7
 
Presentations

DNBLab – Von der Forschungsidee zum Datenkorpus

Stephanie Nitsche, Anke Taube

Deutsche Nationalbibliothek, Deutschland

Der Workshop bietet einen Einblick in die Arbeit mit den Daten der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) und praktische Unterstützung bei automatisiertem Datenbezug sowie -aufbereitung für die Beantwortung von Forschungsfragen. Im Vordergrund steht eine Einführung in die Datenselektion mit der SRU-Schnittstelle sowie die Extraktion ausgewählter Daten aus dem komplexen Metadatenformat MARC21-xml ins CSV-Format als Voraussetzung von Datenanalysen. Mit der Sammlung konkreter Anwendungsfälle der Teilnehmer*innen soll der sich in der DNB gezeigte Bedarf der Digital Humanities so praxisnah wie möglich gedeckt werden. Im ersten Teil steht daher eine gemeinsame exemplarische Aufbereitung eines Datensets im Vordergrund. Im zweiten Teil können die Teilnehmer*innen dann mit verschiedenen Skripten und dem zuvor erworbenen Wissen selbst ausgewählte Fragestellungen bearbeiten. Ziel ist eine niedrigschwellige Einführung mit ausreichend Raum zum Ausprobieren und Fragen. Die Inhalte des Workshops werden anhand der Zugänge und Daten der DNB erklärt, sind aber auch auf die Angebote anderer Bibliotheken übertragbar.

 
9:00amto12:30pmWorkshop 17
Location: Seminar Room 8
 
Presentations

Graphbasierte Text- und Wissensmodellierung mit dem ATAG-Editor und Entity-Manager

Maximilian Michel1, Sebastian Enns1,2, Vincent Neeb2, Andreas Kuczera1,2

1: Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz; 2: Technische Hochschule Mittelhessen (THM)

Der Workshop führt praxisorientiert in die graphbasierten Modellierungsansätze Applied Text as Graph (ATAG) und Reusable Abstraction Model for Editorial Needs (RAMEN) ein. Im Zentrum stehen zwei offene, browserbasierte Werkzeuge: der ATAG-Editor zur strukturierten Bearbeitung und Annotation von Texten sowie der Entity-Manager zum Aufbau vernetzter Wissensbasen. Beide Tools ermöglichen die flexible Verknüpfung von Texten, Annotationen und Entitäten in einem gemeinsamen Netzwerk auf Basis von Labeled Property Graphs (LPG). Teilnehmende lernen, komplexe textuelle Phänomene wie überlappende Strukturen, alternative Lesarten oder fragmentarische Textverläufe präzise zu modellieren – ebenso wie Wissenselemente systematisch zu erfassen, zu kategorisieren und mit Textstellen zu verknüpfen. Der Workshop richtet sich an alle, die im Umfeld digitaler Editionen arbeiten – unabhängig von Vorkenntnissen in TEI oder Graphtechnologien. Eigene Textbeispiele können eingebracht werden; Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich.

 
9:00amto5:30pmÖffnungszeiten Konferenzbüro
9:00amto5:30pmWorkshop 10
Location: Seminar Room 2
 
Presentations

Wikibase als Forschungsinfrastruktur – am Beispiel der Kirchengeschichte

Bärbel Kröger1, Christian Popp1, Tinghui Duan2, Olaf Simons3

1: Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Deutschland; 2: Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt, Deutschland; 3: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland

Der ganztägige Workshop bietet einen Einblick in die Nutzung von Wikibase-basierten Projekten für die geisteswissenschaftliche Forschung. Das Angebot ist zweiteilig. Der erste Teil versteht sich als grundlegende Einführung und richtet sich an Teilnehmende ohne Vorkenntnisse im Bereich Wikidata/Wikibase/SPARQL. Die praktische Einführung erfolgt exemplarisch anhand von Forschungsdaten zur mittelalterlichen Kirchengeschichte, ist aber auf andere Gegenstände und Disziplinen übertragbar.

Der zweite Teil beginnt mit einer Vorstellung von FactGrid, einer eigenständigen Wikibase-Instanz für historische Forschung. Anschließend werden verschiedene Möglichkeiten des strukturierten Datenimports vorgestellt, etwa mit QuickStatements, OpenRefine oder API-basierten Skripten. Es folgt eine Diskussion zu Vor- und Nachteilen eigenständiger Wikibase-Instanzen, inklusive technischer Anforderungen und Datenmodellierung. Verschiedene Betriebsmodelle wie Wikibase-Cloud und Self-Hosting werden vorgestellt. In einer abschließenden Hands-on-Übung richten die Teilnehmenden eine eigene Wikibase-Cloud-Instanz ein und erfassen erste Daten.

 
9:00amto5:30pmWorkshop 11
Location: Seminar Room 3
 
Presentations

Film- und Videoanalyse mit VIAN & TIB-AV-A – Grundlagen, Anwendungen und Schnittstellen

Josephine Diecke1, Eric Müller-Budack2, Simon Spiegel1, Elias Entrup3, Matthias Springstein2, Ralph Ewerth2,4, Joëlle Kost5, Erik Radisch6, Erwin Feyersinger7

1: Universität Zürich, Zürich Schweiz; 2: TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, Hannover, Deutschland; 3: L3S Forschungszentrum, Leibniz Universität Hannover, Hannover, Deutschland; 4: Uni Marburg & Hessian Center for Artificial Intelligence (hessian.AI), Marburg, Deutschland; 5: Zürcher Hochschule der Künste, Zürich, Schweiz; 6: Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig, Leipzig, Deutschland; 7: Universität Tübingen, Tübingen, Deutschland

Der Workshop vermittelt Grundlagen und Anwendung hybrider Verfahren zur Analyse audiovisueller Inhalte mit den Open-Source-Tools VIAN Light und TIB-AV-A. Ziel ist es, qualitative, manuelle Annotation und automatisierte Verfahren in methodisch reflektierten Workflows produktiv zu verbinden. Während VIAN Light als flexibles, disziplinübergreifend nutzbares Annotationstool für die kontextsensitive Erschließung von Film- und Videomaterial entwickelt wurde, erlaubt TIB-AV-A KI-gestützte Segmentierungen und Bild-/Tonanalysen in skalierbaren Datensätzen. Im Workshop werden zentrale Funktionen beider Tools anhand praxisnaher Beispiele vorgestellt, eigene Analyseprojekte erprobt und disziplinspezifische wie interdisziplinäre Anforderungen diskutiert. Dabei stehen sowohl technische Aspekte wie Usability und Interoperabilität als auch epistemologische Fragen im Zentrum – etwa zur erkenntnisleitenden Rolle manueller Annotation. Zielgruppe sind Forschende aus den Digital Humanities und angrenzenden Disziplinen, die mit Bewegtbildmaterial arbeiten. Der Workshop fördert Austausch über Best Practices, methodische Kombinationen und Anforderungen an nachhaltige, offene Infrastrukturen zur digitalen Videoanalyse.

 
9:00amto5:30pmWorkshop 12
Location: Seminar Room 4
 
Presentations

Vom Audio zum Text: Automatisierte Transkriptionen mit Whisper

Nele Fuchs, Annika Nolte, Lena Steinmann, Rolf Drechsler

Data Science Center, Universität Bremen, Deutschland

Audioquellen wie Interviews, Zeitzeugenberichte oder gesprochene Sprachdaten sind für viele Bereiche der Digital Humanities – von Ethnografie bis Geschichtswissenschaft und Linguistik – zentrale Forschungsgrundlagen.

Dieser ganztägige Workshop zeigt, wie Forschende mit Whisper in einem Python Skript effizient Audiodaten in Texte umwandeln können – datenschutzkonform und ohne Kosten. Im Rahmen einer Abschlussreflexion werden die Auswirkungen automatischer Transkriptionen auf das Quellenmaterial erörtert. Dabei wird insbesondere behandelt, welche Konsequenzen sich ergeben, wenn große Datenmengen nicht vollständig einer manuellen Überprüfung unterzogen werden können. Zudem werden die Implikationen für die weiteren (teil)automatischen Analysen in DH-Workflows diskutiert.

Der Workshop richtet sich an DH-Forschende und Multiplikator*innen, die Audioquellen effizient für digitale Workflows aufbereiten möchten. Alle Materialien stehen als Open Educational Ressource (OER) zur Nachnutzung bereit, sodass der Workshop anschließend eigenständig durchgeführt werden kann.

 
9:00amto5:30pmWorkshop 13
Location: Seminar Room 5
 
Presentations

Reusable workflows in practice – a hands-on workshop

Canan Arıkan Caba1, Anne Baillot2, Massimiliano Carloni3, Vera Maria Charvát3, Matej Ďurčo3, Klaus Illmayer3

1: Universität Wien; 2: Digital Research Infrastructure for the Arts and Humanities (DARIAH); 3: Österreichische Akademie der Wissenschaften (OEAW), Austrian Centre for Digital Humanities (ACDH)

This full-day (8h) workshop is dedicated to research workflows and their reusability, providing an actionable contribution to the question of knowledge production addressed in the call for papers. In particular, we strive to foster community building around the recognition of the heuristic value of digital-based methodologies.

The goal of this workshop is to reflect on the reusability of digital-based research workflows relevant for Digital Humanities, and to contribute to the state of the art by testing existing workflows and producing new reusable descriptions. The primary outlet for workflow descriptions is currently the SSH Open Marketplace, whose Editorial Board is contributing to improving access to reusable workflows (Barbot et al., 2024). The workflow “How to create a workflow in the SSH Open Marketplace?” is seminal in providing guidance and will serve as a basis for the second part of the workshop.

 
9:00amto5:30pmWorkshop 14
Location: Seminar Room 6
 
Presentations

TEI Publisher reloaded: Digitale Editionen mit System – modular, nachhaltig, community-orientiert

Richard Diebel1, Nils Berns1, Andreas Christ1, Wolfgang Meier2, Magdalena Turska2, Lars Windauer2

1: Universitätsbibliothek Kiel, Germany; 2: e-Editiones e. V.

Der Workshop vermittelt den Einsatz des TEI Publishers in der neuen Version 10, die mit dem App-Manager „Jinks“ eine modulare Architektur einführt. Anhand eines Profilsystems, bestehend aus Blueprints, Features und Themes, lassen sich digitale Editionsumgebungen flexibel zusammenstellen und erweitern. Ziel ist es, nachhaltige, leicht zugängliche und wiederverwendbare Lösungen für digitale Editionen zu schaffen im Sinne eines „Prêt-à-Porter“-Ansatzes. Der Workshop kombiniert eine Einführung in die neuen Funktionen mit einem praktischen Teil, in dem Teilnehmende eigene Profile entwickeln und anpassen. Vorgestellt wird außerdem das Projekt „Kleine Editionen“ der Universitätsbibliothek Kiel, das drei wiederverwendbare Profile für kleinere Editionsprojekte bereitstellt. Der Workshop richtet sich an alle, die TEI Dokumente publizieren möchten und legt den Fokus auf modulare, standardbasierte Infrastrukturen für nachhaltige DH-Projekte.

 
9:00amto5:30pmWorkshop 9
Location: Seminar Room 1
 
Presentations

LLMs unter Kontrolle: Offene Modelle in Forschung und Praxis

Jürgen Hermes1, Kai Niebes2, Sarah Oberbichler3, Andreas Wagner4

1: Universität zu Köln, Deutschland; 2: TIB Hannover; 3: DH Lab Leibniz Institut für Europäische Geschichte Mainz (IEG); 4: Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie, Frankfurt/M.

Der Workshop vermittelt theoretisches und praktisches Wissen zum Einsatz offener großer Sprachmodelle (OpenLLMs) in den Digital Humanities. Im Zentrum stehen Fragen der Transparenz, Reproduzierbarkeit und methodischen Offenheit im Umgang mit generativer KI. Neben einer Einführung in Modelle, Lizenzierung und Anwendungsszenarien umfasst der Workshop zwei praktische Teile: die lokale Nutzung eines kleinen Modells (z. B. über Ollama) sowie der Zugriff auf leistungsstärkere Modelle auf einem bereitgestellten Server. Ziel ist es, Berührungsängste abzubauen, technische Grundlagen zu vermitteln und kritische Perspektiven auf OpenLLMs im wissenschaftlichen Kontext zu fördern. Der Workshop richtet sich an Forschende mit ersten Erfahrungen in generativer KI, die sich tiefer mit offenen Alternativen zu kommerziellen Plattformen auseinandersetzen möchten. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich, aber die Bereitschaft zur aktiven Teilnahme.

 
10:30amto11:00amKaffeepause
Location: Small Ceremonial Hall (Kleiner Festsaal)
12:30pmto2:00pmMittagspause
2:00pmto5:30pmWorkshop 16
Location: Seminar Room 7
 
Presentations

Kontext und Klarheit: Fachspezifische Metadaten für offene Bildungsressourcen (OER) zu Data Literacy

Dorothee Urbaum1, Laura Döring2, Grigori Chlesberg3, Jonathan D. Geiger4, Petra Steiner5

1: Hochschule Darmstadt, Deutschland; 2: Universität Trier, Deutschland; 3: Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung - Institut der Leibniz-Gemeinschaft, Deutschland; 4: Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz, Deutschland; 5: Technische Universität Darmstadt, Deutschland

Die Digitalisierung der Wissenschaft erfordert neue Kompetenzen im Umgang mit Forschungsdaten und digitalen Lehrmaterialien. Open Educational Resources (OER) spielen dabei eine Schlüsselrolle – doch ihre Sichtbarkeit und Nachnutzbarkeit hängen besonders von der Qualität ihrer Metadaten ab. Disziplin-spezifische Informationen wie Methoden, Inhalte oder Zielgruppen sind bislang unzureichend bzw. nur punktuell standardisiert. Der Workshop widmet sich daher der Frage, wie kontrollierte Vokabulare und Picklists zur besseren Beschreibung von OER im Bereich Data Literacy beitragen können. In einer interaktiven Gruppenarbeit sichten und evaluieren Teilnehmende fachspezifische Vokabulare für Metadatenschemata und reflektieren Herausforderungen. Ziel ist es, disziplin-spezifische und -übergreifende Strategien zur besseren Vergleichbarkeit und Interoperabilität von OER speziell im Bereich der Geisteswissenschaften zu entwickeln. Der Workshop richtet sich an Mitarbeitende, Lehrende, Studierende und Forschende aus geisteswissenschaftlichen Forschungs- und Infrastruktureinrichtungen. Er fördert die Zusammenarbeit zwischen Fachwissenschaft und Infrastruktur und sensibilisiert für die Bedeutung standardisierter Metadaten im Kontext offener und nachhaltiger Bildung.

 
2:00pmto5:30pmWorkshop 18
Location: Seminar Room 8
 
Presentations

Wissenschaftliche Bibliotheken und Digital Humanities: Chancen, Potenziale und Perspektiven auf Zusammenarbeit und Vernetzung

Jonas Kaiser1, Cosima Wagner2

1: Bibliotheks- und Informationssystem (BIS) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Deutschland; 2: Universitätsbibliothek, Freie Universität Berlin, Deutschland

Wissenschaftliche Bibliotheken spielen in den Digital Humanities (DH) eine vielfältige Rolle. Sie fungieren als Datengeber von Digitalisaten, Meta- und Normdaten, Softwarelösungen und Forschungsumgebungen und bieten Möglichkeiten zur Vermittlung von Kompetenzen, Methoden und Werkzeugen, auch über text- und datenzentrierte Ansätze hinaus. In diesem Workshop soll mit den Teilnehmer*innen im Rahmen eines World Café partizipativ darüber diskutiert werden, wie und auf welchen Themengebieten Wissenschaftliche Bibliotheken und Digital Humanities in Zukunft noch stärker miteinander verknüpft und wie darauf aufbauend Akteure aus Wissenschaftlichen Bibliotheken und den Digital Humanities langfristig miteinander vernetzt werden können. Als zentrale Leitplanke des Workshops fungiert dabei die Frage nach einer potenziellen Institutionalisierung von Wissenschaftlichen Bibliotheken in der DH-Community und möglichen Gestaltungs- und Kommunikationsformen.

 
3:30pmto4:00pmKaffeepause
Location: Small Ceremonial Hall (Kleiner Festsaal)
6:00pmto7:30pmEröffnungskeynote: Opening Keynote
Location: Audimax
7:30pmto9:00pmEröffnungsfeier: Opening Reception
Location: Main Ceremonial Hall (Grosser Festsaal)