Conference Agenda

Overview and details of the sessions of this conference. Please select a date or location to show only sessions at that day or location. Please select a single session for detailed view (with abstracts and downloads if available).

 
Date: Monday, 23/Feb/2026
1:00pmto7:00pmÖffnungszeiten Konferenzbüro
2:00pmto6:00pmWorkshop 1
Location: Seminar Room 1
 
Presentations

Beyond the Cloud: Democratizing GPU Access for the Digital Humanities with DHInfra.at

Florian Atzenhofer-Baumgartner1, David Fleischhacker1, Max Resch2

1: Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich; 2: Universität für Weiterbildung Krems, Österreich

This half-day workshop invites DH researchers and developers to shape Austria's next-generation research infrastructure. As demand for specialized AI computing grows, the DHInfra project is deploying federated GPU infrastructure to bridge local hardware limitations and commercial cloud challenges. Inspired by leading HPC centers and advised by EuroCC, we're building a managed, powerful, user-friendly environment.

Timed as a key validation phase before full launch, participants receive early access to infrastructure that has undergone months of rigorous internal testing. Focusing on Large Language Models, attendees will work in prepared containerized environments to fine-tune models and build API-driven workflows. This unique opportunity allows the DH community to test state-of-the-art resources, provide critical feedback, and ensure the platform aligns perfectly with real-world humanities research needs.

 
2:00pmto6:00pmWorkshop 2
Location: Seminar Room 2
 
Presentations

Query by Graph --- Visuelle Anfragen an Wissensgraphen

Daniel Motz1, Tinghui Duan2, Olaf Simons3

1: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Deutschland; 2: Forschungszentrum Gotha der Universität Erfurt, Deutschland; 3: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland

Der Workshop führt in den Entwurf komplexer SPARQL-Abfragen mittels des visuellen Editors „Query by Graph“ ein. Als Anwendungsfall dient der Wissensgraph FactGrid. Das vorgestellte Werkzeug zielt darauf ab, die methodische Lücke zwischen Wissensgraphen und geisteswissenschaftlicher Forschung zu verringern und Forschenden einen niedrigschwelligen Zugang zu ermöglichen.

Die als grundlegende Einführung konzipierte Veranstaltung adressiert Teilnehmende ohne technische Vorkenntnisse. Die praktische Anwendung wird anhand von Daten zu den Teilnahmen und Publikationen vergangener DHd-Konferenzen demonstriert.

 
2:00pmto6:00pmWorkshop 3
Location: Seminar Room 3
 
Presentations

Beyond entities: Inhaltsbasierte Erschließung digitaler Editionen mit KI

Karoline Lemke1, Claus Franke1, Fernanda Alvares Freire2, Sandra König3, Harald Lordick4, Gerald Neumann1

1: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, Deutschland; 2: Technische Universität Darmstadt; 3: Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina; 4: Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte

Die semantische Erschließung anhand von Entities (Personen, Orte, Werke, Sach- und Zeitangaben) ist eine geübte Praxis der digitalen Editorik, einschließlich der Anwendung von Normdaten und der Entwicklung automatisierter Verfahren. Eine inhaltliche Erschließung darüber hinaus scheitert in der Regel an dem erforderlichen manuellen Aufwand. Die Verfügbarkeit und Mächtigkeit großer Sprachmodelle (LLMs) eröffnet neues Potenzial auf diesem Feld. Der Workshop vermittelt vor diesem Hintergrund die KI-gestützte semantische Anreicherung digitaler Editionen in Form von RDF-Triples sowie die grundlegenden Konzepte der verwendeten Technologien und Standards. Das Workshop-Szenario ist auf eine experimentelle Herangehensweise ausgerichtet: die gleiche Aufgabenstellung kann Hands-On in Arbeitsgruppen durch Auswahl verschiedener LLMs und unterschiedlicher Prompting-Strategien angegangen werden. Damit wird zugleich eine kritische Einschätzung und Diskussion gefördert.

 
2:00pmto6:00pmWorkshop 4
Location: Seminar Room 4
 
Presentations

DOI-Stories: Erfolgreich Daten Publizieren in den DH

Fabian Cremer2, Patrick Helling3, Jan Horstmann4, Melanie Seltmann5, Timo Steyer1, Sibylle Söring6

1: Universitätsbibliothek Braunschweig, Deutschland; 2: Leibniz Institut für Europäische Geschichte Mainz; 3: Universität zu Köln; 4: Universität Hamburg; 5: Humboldt Universität zu Berlin; 6: Freie Universität Berlin

Der Workshop „DOI-Stories“ widmet sich den Publikationspraktiken von Forschungsdaten in den Digital Humanities. Forschungsdaten bilden zunehmend ein zentrales Element der digitalen Geisteswissenschaften. Der Workshop analysiert anhand konkreter und von den Teilnehmenden eingebrachten Fallbeispiele („DOI-Stories“) die vielfältigen Publikationspraktiken sowie die damit verbundenen Hürden, Standards und Erfahrungen. Leitfragen untersuchen u. a., welche Daten veröffentlicht werden, über welche Kanäle und Formate, mit welcher Dokumentation, Unterstützung und Motivation. Ziel ist es, Erfolgsfaktoren zu identifizieren, Orientierung für die Community zu bieten und den Austausch zum Thema Datenpublikationspraxis zu fördern. Die „DOI-Stories“ dokumentieren dabei nicht nur technische, sondern auch ideelle Aspekte der Veröffentlichung und werden in einer Best-Practice-Sammlung aufbereitet. Der Workshop richtet sich an alle Interessierten, unabhängig von ihrer bisherigen Erfahrung mit Datenpublikationen.

 
2:00pmto6:00pmWorkshop 5
Location: Seminar Room 5
 
Presentations

Beyond "m/w/d" - Queere Perspektiven auf die Modellierung geschlechtlicher Diversität und der Gender Data Gap in den Digital Humanities

Philipp Sauer, Peter Mühleder, Franziska Naether

Sächsische Akademie der Wissenschaften, Germany

Der Gender Data Gap bezeichnet ein Ungleichgewicht in der Erhebung von Daten zu Ungunsten eines bestimmten Geschlechts – in der Regel sind dies Frauen. Wir wollen im Workshop einerseits Raum geben, über die Data Gaps der Teilnehmenden selbst zu sprechen und gemeinsam Lösungsvorschläge zu erarbeiten, und andererseits über Ansätze für eine angemessen Repräsentation von Queerness und die Modellierung von Geschlechts-Daten jenseits von Geschlechterbinarität sprechen.

Den Workshop leiten weniger Antworten als Fragen. Wie sollte mit der Anwendung von jenseits des binären Spektrums liegenden Geschlechtskategorien in historischen Kontexten umgegangen werden? Wie wirken unterschiedliche kulturelle und zeitgeschichtliche Kodierungen auf Kategorisierungen für queere und von Normen abweichende Identitäten? Wie verändert sich das Sprechen über Nichtbinarität oder Transgeschlechtlichkeit über die Jahrhunderte, wie adäquat sind gegenwärtige Begriffe um diese Phänomene in historischen Kontexten zu beschreiben?

 
2:00pmto6:00pmWorkshop 6
Location: Seminar Room 6
 
Presentations

Library Labs als Innovation Hubs für DH - Worldcafé & Community Building

Linda Freyberg1, Daniel Erdmann1, Ben Kaden2, Roman Knipping-Sorokin3, Roman Kuhn4, Stephanie Nitsche5, Anke Taube5

1: DIPF Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Deutschland; 2: Vernetzungs- und Kompetenzstelle Open Access Brandenburg; 3: Universität Hamburg; 4: Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, Abteilung Benutzung, Stabi Lab; 5: Deutsche Nationalbibliothek

In diesem Workshop stehen Library Labs im DH-Kontext als agile und innovative Plattformen der methodischen und digitalen Vermittlung im Fokus. Anders als klassische Makerspaces in Bibliotheken fördern Library Labs gezielt offene Kulturdaten, Schnittstellen für Datennachnutzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Durch Workshops, Beratungsangebote und die Entwicklung neuer Methoden – etwa in den Bereichen Digitale Edition oder Forschungsdatenmanagement – fungieren sie als Orte des Austauschs und Innovationstreiber. Im Worldcafé-Format können interessierte Teilnehmende zusammen mit Forschenden und Lab-Anbietern dieses zielgruppenorientierte Angebot diskutieren und gemeinsam weiterentwickeln. Die Workshop-Organisator*innen stellen einführend verschiedene Lab-Konzepte ihrer Institutionen (DHELab, DNBLab, DigiPop und Stabi Lab) vor und diskutieren Alleinstellungsmerkmale sowie Möglichkeiten der Profilbildung. Ziel ist es, die Rolle von Library Labs zu schärfen und innovative Potenziale sichtbar zu machen.

 
2:00pmto6:00pmWorkshop 7
Location: Seminar Room 7
 
Presentations

Sammlungsdaten als Forschungsdaten in den Digital Humanities

Patrick Dinger8, Anja Gerber1, Anna Gnyp2, Frank von Hagel5, Georg Hohmann3, Celia Krause4, Sarah Wagner6, Alexander Winkler7

1: Klassik Stiftung Weimar, Deutschland; 2: Koordinierungsstelle für wissenschaftliche Universitätssammlungen in Deutschland | SODa - Sammlungen, Objekte, Datenkompetenzen; 3: Deutsches Museum, München; 4: Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg; 5: Institut für Museumsforschung; 6: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Competence Center for Research Data and Information; 7: Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung (digiS); 8: Universitäts- und Landesbibliothek Münster

Welches Potenzial haben Sammlungsdaten aus Bibliotheken, Museen und Archiven für die DH? Spätestens seit der Initiative Collections as Data ist die digitale Bereitstellung kultureller Sammlungen zur maschinellen Nachnutzung als Desiderat benannt. Einige Sammlungseinrichtungen machen ihre Datenbestände bereits methodenoffen verfügbar, beteiligen sich am Aufbau von Infrastrukturen, entwickeln Best Practices und öffnen experimentelle Labs. Dabei orientieren sie sich an den Open-Access-, FAIR- und CARE-Prinzipien für ein offenes, nachhaltiges und verantwortungsvolles Datenmanagement. Die DHd-AG „Digitales Museum“ legt als neue AG „Sammlungen als Daten“ den Fokus auf die datenbasierte Forschung und stärkt die Kooperation zwischen DH und Kulturerbeeinrichtungen. Die Arbeit mit Sammlungsdaten erfordert die Bereitschaft, mit den Sammlungseinrichtungen in den Dialog zu treten und sich auf domänenspezifische Formate, Standards und Erschließungspraktiken einzulassen. Im Workshop werden drei Themen behandelt: Zugang zu Sammlungsdaten und rechtliche/technische Rahmenbedingungen, die Rolle der Datenqualität sowie die Frage, wie aus Sammlungsdaten Forschungsdaten werden und welche Forschungspotenziale sie bergen.

 
2:00pmto6:00pmWorkshop 8
Location: Seminar Room 8
 
Presentations

Arbeiten mit der μEdition: In wenigen Schritten von der Idee zur digitalen Edition

Mark Hall

The Open University, United Kingdom

Das μEdition Projekt verfolgt das Ziel die Schwellen für die Erstellung digitaler Editionen zu reduzieren. Dazu hat es mit der μEdition und dem μEditor zwei Werkzeuge entwickelt, die es ermöglichen in wenigen Schritten von der Editionsidee zur veröffentlichten, digitalen Edition zu kommen. In diesem Workshop werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Nutzung dieser zwei Werkzeuge eingeführt und haben die Möglichkeit die ersten Schritte für die Entwicklung ihrer eigenen Edition auszuprobieren. Alle Lehrmaterialen werden nach dem Workshop frei zugänglich gemacht, damit die Teilnehmer und Teilnehmerinnen leicht auf diese zurückgreifen können, während sie ihre μEditionen weiterentwickeln.

 
3:30pmto4:00pmKaffeepause
Location: Small Ceremonial Hall (Kleiner Festsaal)