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Sitzungsübersicht
Sitzung
V5_3: Digitales Edieren
Zeit:
Donnerstag, 10.03.2022:
11:15 - 12:45

Chair der Sitzung: Patrick Sahle, Bergische Universität Wuppertal
Virtueller Veranstaltungsort: DHd2022 Zoom Donnerstag 3

Zoom-Kenncode: 98516657

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Präsentationen

Best of Both Worlds: Zur Kombination algorithmischer und manueller Verfahren bei der Erschließung großer Handschriftenkorpora

Julia Nantke1, Sandra Bläß1, Marie Flueh1, David Maus2

1Universität Hamburg, Germany; 2Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg, Germany

In diesem Beitrag stellen wir den im Rahmen des Editions- und Forschungsprojekts Dehmel digital entwickelten Workflow zur computergestützten Erschließung großer Textkorpora vor. Es geht uns darum zu zeigen, wie algorithmische und manuelle Verfahren fruchtbar kombiniert werden können, um neue Wege der editorischen Präsentation zu ermöglichen. Digitale Verfahren der materiellen und inhaltlichen Erschließung sowie der Visualisierung und Vernetzung auf einem Webportal werden genutzt, um anstelle einzelner Autor:innen die in einem großen Briefkorpus materialisierten Netzwerke als Repräsentanten eines kollektiven Gedächtnisses in den Fokus zu rücken.



Handwritten Text Recognition und Word Mover’s Distance als Grundlagen der digitalen Edition “Die Kindheit Jesu Konrads von Fußesbrunnen”

Stefan Tomasek, Christian Reul, Maximilian Wehner

Universität Würzburg, Germany

Zur Zeit entsteht an der JMU Würzburg in einem Kooperationsprojekt zwischen dem Lehrstuhl für ältere deutsche Philologie und dem Zentrum für Philologie und Digitalität ein HTR-Projekt (Handwritten Text Recognition) zur Erfassung mittelhochdeutscher (mhd.) und frühneuhochdeutscher (frnhd.) Handschriften (Hss.) des 11.-15. Jh.s. Das Würzburger HTR-Projekt ist verzahnt mit dem digitalen Editionsprojekt der „Kindheit Jesu Konrads von Fußesbrunnen“ (KJ). Im Editionsprojekt wird die vollständige Überlieferungssituation des Textes synoptisch abgebildet. Um diese Synopse lesbar zu halten, soll mit Hilfe von Levenshtein-Distanzen (LevD) und einem Word-Embedding-Verfahren ein Filtersystem ermöglicht werden, mit dem die Genauigkeit des Anzeigemodus’ von den BenutzerInnen der Edition selbst festgelegt werden kann.



Dokument, Transkription, Forschungsdatum: Technische und kulturelle Überlegungen für interdisziplinäre Transkriptionspraxis

Konstantin Baierer1, Matthias Boenig2, Elisabeth Engl3, Mareen Geestmann4, Lena Hinrichsen3, Clemens Neudecker1, Paul Pestov4, Michelle Weidling4

1Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz; 2Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften; 3Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel; 4Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

Wir plädieren für einen interdisziplinären Austausch, um die Transkriptionspraxis weiterzuentwickeln, sodass sie den Anforderungen verschiedener Disziplinen gerecht wird. Dazu gehen wir auf die Geschichte der Transkription als Technik ein und übertragen kulturelle sowie technische Aspekte auf digitale Methoden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf Standards, die bei der maschinellen Verarbeitung essenziell sind und die Konventionen der analogen Transkription weiterführen. Wie eine Transkription automatisiert werden kann und welche Herausforderungen dabei bestehen, wird umrissen und es werden konkrete Empfehlungen ausgesprochen, wie sowohl bei manueller als auch bei automatischer Transkription Nachnutzbarkeit, Genauigkeit und Konsistenz sichergestellt werden können. Dabei betonen wir die Wertschätzung der Transkriptionsarbeit und wollen eine interdisziplinäre Diskussion um Konventionen und Standards anstoßen.