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Sitzungsübersicht
Sitzung
V5_2: Zukünfte des digitalen Kulturerbes
Zeit:
Donnerstag, 10.03.2022:
11:15 - 12:45

Chair der Sitzung: Miriam Rürup, Moses Mendelssohn Zentrum
Virtueller Veranstaltungsort: DHd2022 Zoom Donnerstag 2

Zoom-Kenncode: 75673403

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Präsentationen

Die Aktualität des Unzeitgemäßen

Michael Krewet1, Felix Ernst2, Germaine Götzelmann2, Philipp Hegel3, Torsten Schenk3, Sibylle Söring1, Danah Tonne2

1Freie Universität Berlin, Germany; 2Karlsruher Institut für Technologie, Germany; 3Technische Universität Darmstadt, Germany

Der Vortrag rückt die neuen Forschungspraktiken und -möglichkeiten, die sich mit der Digitalisierung jenes Bereichs des kulturellen Gedächtnisses, den das Berliner Aristotelesarchiv bewahrt, in den Fokus. Dabei soll sich zeigen, dass auch ein Rückgriff auf ein nicht mehr zeitgemäß scheinendes Medium wie den Mikrofilm Optionen bereithält, digitale Verfahren anzuschließen. Als Grundlage und Umsetzung digitaler Forschung an Archivalien werden infrastrukturelle Komponenten, die Zugriff und Durchsuchbarkeit gewährleisten, mit forschungsnahen Werkzeugen verzahnt, die wissenschaftlichen und technischen Austausch sowie Nachnutzbarkeit der entstehenden FAIRen Forschungsdaten ermöglichen. Der Vortrag gibt Einblicke, wie man ein weltweit bedeutendes Archiv zukunftsgerichtet für digital gestützte Forschungen aufstellen und damit eine auch digital herausragende Forschungslandschaft konstituieren kann.



The Digital Archive and the Politics of Digitization

Gerben Zaagsma

Luxembourg Centre for Contemporary and Digital History (C²DH)

In this paper I will discuss key parameters of the politics of digitisation within a broader historical and global context with the aim to encourage further debate on its implications for historical research. In the first part, I will outline the global dimensions of the politics of digital cultural heritage with a particular focus on developments within and between Europe and Africa, framed within the broader context of the politics of heritage and its preservation and recent debates about ‘postcolonial digital humanities’. In the second part, I will discuss the history and current state of digitisation in Europe and Africa. Here I will partly draw upon the web archive of the IFLA/Unesco Directory of Digitised Library Collections (2002-2006) and recent global and European digitisation surveys. The paper will conclude by highlighting the paradoxical situation we currently face with regard to digitisation and the state of ‘memory’ in both the global North and South.



What's in a name? Die Rolle der Sprache zur Kultivierung von inklusiven Zugängen zu Kulturerbe

Nicole High-Steskal

Donau-Universität Krems, Austria

Die Diskussionen zum Umgang mit Kulturerbe und der Zugänglichkeit von Kulturdaten haben zuletzt durch postkoloniale Ansätze wieder an Bedeutung gewonnen. In der Literatur wurde bislang auf drei Faktoren hingewiesen, die Inklusion und Teilhabe an digitalen Projekten aus unterrepräsentierten Regionen beeinflussen können: 1. Sprache, 2. Netzwerke, 3. IT-Grundausstattung. Am Beispiel von Toponymen, die Monumente in der Kulturerbestätte Ephesos (Türkei) bezeichnen, wird gezeigt, dass die Aufarbeitung multilingualer Begriffe die Interoperabilität von Daten fördert und gleichzeitig inklusive Zugänge zu Kulturdaten schafft. Multilinguale (Norm-)Datensätze minimieren Sprachhürden und unterstützen die Netzwerkbildung und Auffindbarkeit von Daten über Sprachgrenzen hinweg. Um den technologischen Zugang zu erleichtern hat sich das Projekt für den Einsatz von Wikidata entschieden, wodurch gewährleistet wird, dass die multilingualen Daten leicht zu finden sind und auch problemlos ergänzt werden können. Es hat sich gezeigt, dass speziell die Dokumentation von Kulturerbe dadurch besser zugänglich gemacht und zur inklusiven und interkulturellen Zusammenarbeit eingesetzt werden kann.