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Sitzungsübersicht
Sitzung
V2_2: Das Wissen der Digital Humanities
Zeit:
Mittwoch, 09.03.2022:
11:15 - 12:45

Chair der Sitzung: Andreas Henrich, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Virtueller Veranstaltungsort: DHd2022 Zoom Mittwoch 2

Zoom-Kenncode: 57941145

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Präsentationen

Erweiterungen der Digital Humanities durch kulturwissenschaftliche Perspektiven

Lina Franken

LMU München, Germany

Die Digital Humanities haben sich zu einer interdisziplinären „Transformationswissenschaft“ (Jannidis et al. 2017: XI) entwickelt, die aus zahlreichen Richtungen diskutiert und deren Perspektive immer wieder auch durch neue Herkunftsdisziplinen bereichert wird, die sich hin zur DH öffnen. Bisher fehlt allerdings die kulturwissenschaftliche Perspektive weitestgehend. Der vorliegende Beitrag möchte diese Leerstelle beleuchten und fragt danach, warum die Kulturwissenschaften in den Digital Humanities aktuell noch kaum vertreten sind. Er geht außerdem der Frage nach, welche Spezifika die Kulturwissenschaften in die DH einbringen und wie die entstehende Transformationswissenschaft im Sinne einer „Big Digital Humanites“ (Svensson 2016) durch eben jene Perspektiven bereichert werden kann.



Gedächtnis digitaler Kulturen und digitaler Geisteswissenschaften - Plädoyer für eine Wissenschaftsgeschichte der DH

Toni Bernhart

Universität Stuttgart, Germany

Der Beitrag präsentiert ausgewählte Endergebnisse des DFG-geförderten Forschungsprojekts „Quantitative Literaturwissenschaft“ (2015-2020) und versteht sich als ein Plädoyer für eine Wissenschaftsgeschichte der Digital Humanities, die ihrer internationalen Diversifizierung und Reputation gerecht wird. Anhand der Beispiele von Sir Thomas Young, Thomas C. Mendenhall und Karl Groos demonstriert der Beitrag Ähnlichkeiten operationalisierender, quantifizierender, algorithmisierender und digitaler Ansätze vom 19. bis ins 21. Jahrhundert. Gemeinsamkeiten bestehen in den Ansprüchen, schneller und effizienter zu Ergebnissen zu kommen, auf der Grundlage der gewonnenen Daten intersubjektive und interoperable Vergleichs- und Austauschmöglichkeiten herzustellen, einen verborgenen und nicht-bewussten Informationsgehalt literarischer oder künstlerischer Werke offenzulegen und darüber hinaus neue und ungewöhnliche Forschungsfragen hervorzubringen.Charakteristisch für diese Ansprüche ist zudem ein disziplinenübergreifender Ansatz, der schon sehr früh zu beobachten ist.



Kategorientheoretische Ontologieentwicklung und Wissensmodellierung für die Digital Humanities

Dominik Gerstorfer

TU Darmstadt, Germany

Ontologien und andere Wissensrepräsentationen sind in den Digital Humanities allgegenwärtig, sie werden in der Regel in zwei getrennten Arbeitsschritten entwickelt: Zuerst findet die konzeptuelle Entwicklung statt, bei der der Untersuchungsgegenstand durch geisteswissenschaftliche Reflexion analysiert wird, danach erfolgt die informatische Implementation. Diese Aufteilung führt oft zu Reibungsverlusten, Fehlern und erhöhtem Arbeitsaufwand. Wünschenswert wäre ein Modell, das konzeptuelle Entwicklung und informatische Implementation integriert.

In diesem Beitrag wird ein vielversprechender Kandidat für ein solches integriertes Modell vorgestellt: Ontology Logs (ologs). Ologs basieren auf mathematischer Kategorientheorie und unterstützen die gedankliche Ausarbeitung einerseits und gewährleisten die unkomplizierte Implementation als Datenschemata andererseits. Des Weiteren erlauben ologs die Modellierung von Differenzen und Äquivalenzen zwischen unterschiedlichen Perspektiven und erleichtern die Ontologieentwicklung durch rules of good practice.



 
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