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Sitzungsübersicht
Sitzung
V7_3: Digitale Sammlungsforschung
Zeit:
Freitag, 11.03.2022:
11:15 - 12:45

Chair der Sitzung: Thomas Staecker, ULB Darmstadt
Virtueller Veranstaltungsort: DHd2022 Zoom Freitag 3

Zoom-Kenncode: 50713125

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Präsentationen

Hemisphären des digitalen Gedächtnisses. Analyse von TEI-kodierten Bibelreferenzen mit XQuery im Rahmen der »Bibliothek der Neologie«

Marco Stallmann1, Uwe Sikora2, Hannah Kreß1, Bastian Lemitz1, Andreas Pietsch1, Lukas Wünsch1

1Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Germany; 2Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

Der Beitrag präsentiert die im Rahmen des DFG-Langfristvorhabens „Bibliothek der Neologie“ entwickelte XQuery-Analyse TEI-kodierter Bibelreferenzen in digitalen Editionen, die dadurch erstmals präzise auf Verweishäufigkeiten, Verwendungskontexte und Korrespondenzen mit textkritischen Phänomenen untersucht werden können. Der Ansatz verbindet quantitative und qualitative Analysemethoden, greift einschlägige Konzepte wie Distant Reading oder Cultural Analytics auf und zielt bewusst auf die Ermöglichung neuer Forschungsfragen, die durch veränderte Informationsbedingungen allererst aufgeworfen werden. Die für die Entwicklung der Bibelstellenanalyse notwendige Integration fachwissenschaftlicher und informationstechnologischer Perspektiven kommt in dem Bild von den „Hemisphären des digitalen Gedächtnisses“ zum Ausdruck und trägt jüngeren Bestandsaufnahmen Rechnung, die im Bereich der Digital Humanities eine noch immer unzureichende Kommunikations- und Kooperationsstruktur diagnostizieren.



Von der Wolke zum Pfad: Visuelle und assoziative Exploration zweier kultureller Sammlungen

Viktoria Brüggemann, Mark-Jan Bludau, Christopher Pietsch, Marian Dörk

UCLAB, Fachhochschule Potsdam, Germany

Die in den letzten Jahren entstandenen explorativen Visualisierungen musealer Sammlungen widmen sich zumeist einzelnen Sammlungen, welche oft einer spezifischen Systematik folgen und eine geringe Vielfalt an Objektgattungen und Attributen aufweisen. Das hier vorgestellte Forschungsprojekt stellte sich die Frage, wie verschiedene, in sich heterogene, Sammlungen miteinander verknüpft, visualisiert und exploriert werden können, ohne die Unterschiede zwischen ihnen zu nivellieren. Dazu wurden im Rahmen einer Forschungskooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin die Bestände aus dem 19. Jahrhundert der Alten Nationalgalerie sowie des Museums Europäischer Kulturen ausgewählt. Das Ziel war es, übergreifende Zusammenhänge und Resonanzen zwischen den Sammlungen aufzugreifen und dynamische, interaktive Arrangements zu entwickeln, welche die assoziative Exploration von Beständen anregen. Das Ergebnis ist ein interaktiver Prototyp, der eine globale Übersicht in Form einer annotierten Wolke mit der lokalen Perspektive eines auf Ähnlichkeiten basierten Pfads verknüpft.



Multimodale KI zur Unterstützung geschichtswissenschaftlicher Quellenkritik – ein Forschungsaufriss

Sander Muenster1, Jonas Bruschke2, Cindy Kroeber1, Stephan Hoppe3, Ferdinand Maiwald1, Florian Niebling2, Aaron Pattee3, Ronja Utescher1,4, Sina Zarriess4

1FSU Jena, Germany; 2JMU Wuerzburg, Germany; 3LMU Muenchen, Germany; 4U. Bielefeld, Germany

Fotografien und andere Abbilder von Architektur dienen in vielen historischen Wissenschaften als Quelle und Grundlage für fach- und theoriespezifische Untersuchungen. So werden zum Beispiel historische Fotoaufnahmen herangezogen, um den Zustand eines Gebäudes zu rekonstruieren oder die Formensprache einer Epoche zu identifizieren. Ausgangspunkt dieser Szenarien aus Architektur-, Kunstgeschichte und Kulturwissenschaften ist eine durch Hilfsmittel der jeweiligen Fächer unterstützte Quellenrecherche und -kritik, auf die weitere Auswertungen und Verwendungen im wissenschaftlichen Kontext aufbauen. Das BMBF-geförderte Projekt HistKI startete im Januar 2021 und will die Unterstützung und Modellierung von Bildquellenrecherche und -kritik als komplexe und grundlegende geschichtswissenschaftliche Arbeitstechnik durch multimodale KI-basierte Verfahren erforschen. Damit verbundene Teilfragen sind beispielsweise: Wie finden und beurteilen Historiker und andere Fachwissenschaftler Bildquellen? Welche generischen Vorgehensweisen und Teilproblemstellungen lassen sich hierfür identifizieren? Wie lässt sich dies mit KI-basierten Ansätzen befördern? Wie wirken sich KI-Techniken auf den geisteswissenschaftlichen Forschungsprozess aus? In diesem Beitrag werden ein Forschungsaufriss sowie erste Arbeitsschritte vorgestellt.



 
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