Veranstaltungsprogramm
Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
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Round Table 4
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Personale Ressourcen von Grundschullehrkräften als Bedingung professionellen Handelns im Sachunterricht Universität Koblenz, Deutschland Das Promotionsprojekt befindet sich im laufenden Forschungsprozess: Datenerhebung und -auswertung erfolgen parallel und iterativ. Weitere Interviews werden bis zur theoretischen Sättigung geführt. Theoretisch verortet es sich an der Schnittstelle von Lehrkräftegesundheit und Professionalisierungsforschung im Sachunterricht. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass personale Ressourcen (z. B. Selbstregulation, Resilienz, Kooperation) eine zentrale Bedingung professionellen Handelns darstellen. Vor dem Hintergrund steigender Belastungen im Lehrberuf wird untersucht, wie diese Ressourcen im Sachunterricht wirksam werden. Die zentrale Fragestellung lautet: Wie wirken personale Ressourcen von Grundschullehrkräften auf ihr sachunterrichtliches Handeln? Ziel ist die Rekonstruktion von Zusammenhängen zwischen Ressourcen, Belastungserleben und unterrichtlichen Handlungsstrategien. Methodisch basiert die Studie auf einem qualitativen Design mit narrativen Interviews, die mithilfe der Reflexive Grounded Theory ausgewertet werden. Aktuell werden fallbezogene Analysen durchgeführt. Erste Ergebnisse zeigen zentrale Spannungsfelder: Sachunterricht wird als bedeutsamer Erfahrungsraum beschrieben, steht jedoch im Spannungsfeld von handlungsorientierten Ansprüchen und strukturellen Rahmenbedingungen (z. B. Zeitdruck, Heterogenität). Personale Ressourcen erweisen sich dabei als entscheidend für die Gestaltung von Unterricht und den Umgang mit Belastung. Beratungsbedarf besteht insbesondere bei der theoretischen Verdichtung der Kategorien sowie der Integration der Einzelfälle in ein übergreifendes Modell. Lehrkräfteperspektiven auf Schüler:innenpartizipation im Sachunterricht zwischen sozialem und politischem Lernen Universität Greifswald, Deutschland Das geplante Dissertationsvorhaben untersucht die Lehrkräfteperspektive auf Schüler:innenpartizipation als zentralen Aspekt der Demokratiebildung an allgemeinbildenden Grundschulen mit besonderem Fokus auf den Sachunterricht. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern die in der Unterrichtspraxis realisierte Partizipation den Anforderungen politischer Bildung entspricht oder primär auf soziale Lernprozesse verweist und unter welchen Bedingungen sie gegenwärtig umgesetzt wird. Theoretischer Ausgangspunkt ist die Annahme, dass früh eröffnete Partizipation eine grundlegende Erfahrung für gegenwärtiges und zukünftiges demokratisches Handeln darstellt, zugleich jedoch für politisches Lernen in realpolitische Lernsituationen eingebettet sein muss (Albrecht et al., 2020; Becher & Gläser, 2020). Im ersten Schritt der Promotion soll mithilfe eines Fragebogens untersucht werden, wie Partizipation im Sachunterricht derzeit umgesetzt wird. Dabei basiert der Fragebogen auf der Unterscheidung zwischen Partizipation als sozialem Lernen, Partizipation als politischem Lernen sowie der curricularen Begründung politischer Partizipation und erfasst die Perspektiven von Sachunterrichtslehrkräften. Derzeit wird die theoretische Fundierung des Instruments erarbeitet. Der daraus resultierende Beratungsbedarf betrifft vor allem methodische Fragen, insbesondere die Konzeption des Erhebungsinstruments, die Formulierung geeigneter Items sowie die Auswahl eines angemessenen Auswertungszugangs. | |
