Veranstaltungsprogramm

Eine Übersicht aller Sessions/Sitzungen dieser Veranstaltung.
Bitte wählen Sie einen Ort oder ein Datum aus, um nur die betreffenden Sitzungen anzuzeigen. Wählen Sie eine Sitzung aus, um zur Detailanzeige zu gelangen.

 
 
Sitzungsübersicht
Sitzung
Deutsch- und Kunstunterricht/ Differenz visualisieren
Zeit:
Donnerstag, 06.10.2022:
14:45 - 16:45

Chair der Sitzung: Maria Hallitzky
Ort: 01-601

GFG 1. Stock

Zeige Hilfe zu 'Vergrößern oder verkleinern Sie den Text der Zusammenfassung' an
Präsentationen

Diversität visualisieren

Jens Többenotke

Universität Graz, Österreich

Der Beitrag rekonstruiert Suchbewegungen, Diversität im schulischen Kontext bildlich darzustellen. Lehramtsstudierende der Sekundarstufe Allgemeinbildung sollten im Rahmen eines Bild-Text-Portfolios ihre Sicht auf Diversität und Schule bearbeiten. Die Portfolios wurden exemplarisch auf Brüche in den Orientierungen der Studierenden untersucht, die auf reflexive Momente und pädagogische Professionalisierungsprozesse verweisen können. Dabei zeigt sich, dass sich die bildlich-sprachlichen Darstellungen in einem Spannungsverhältnis von Reproduktion, Dekonstruktion und Anerkennung von Differenz bewegen, das sich in Widersprüchlichkeiten von Bild und Text sowie im Wechsel der Materialität der Bilder manifestiert.



M.-A. Bogers Theorie der trilemmatischen Inklusion als hochschuldidaktisches Analyse- und Reflexionsinstrument für diskriminierungskritische Ansätze im Rahmen des Deutschunterrichts

Judith Leiß

Universität zu Köln, Deutschland

Angehende Sonderpädagog:innen sehen sich mit z.T. widersprüchlichen Anforderungen konfrontiert. Im Vortrag soll gezeigt werden, inwiefern Bogers Theorie der trilemmatischen Inklusion (2019) ein geeignetes Instrument ist, um diese Widersprüche hochschuldidaktisch aufzugreifen und für den Professionalisierungsprozess fruchtbar zu machen. Bogers (Meta-)Theorie führt Widersprüche zwischen Pädagogiken der Antidiskriminierung auf unterschiedliche Ontologien des Andersseins zurück, wodurch die Begrenztheit jeglicher Diskriminierungskritik erkennbar wird. Auf dieser theoretischen Basis lassen sich Studierenden aktuelle Fragestellungen und Kontroversen einer diskriminierungskritischen Fachdidaktik (hier Deutsch- bzw. Literaturdidaktik) systematisch und problemorientiert zu vermitteln.



Klasse Kunstunterricht! Eine diskriminierungskritische und diskursanalytische Untersuchung des Kunstunterrichts entlang der Differenzkategorie „Klasse“

Stefan Bast

Kunsthochschule Mainz, Johannes Gutenberg-Universität, Deutschland

Diskriminierungskritische Perspektiven auf Kunstunterricht finden in der Forschung verstärkt Beachtung (Bast 2022). Der Vortrag fokussiert in diesem Zusammenhang die Kategorie „Klasse“ und deren Wirkmächtigkeit im Kunstunterricht. Ausgehend von einem autoethnografischen „Inventoring self“ (Chang 2016) werden im Einzelvortrag fachspezifische Materialien vorgestellt und unter einer diskriminierungskritischen Perspektive diskursanalytisch untersucht. Erzählungen zu Differenz und Positionierungen sollen expliziert, die dominanten, emergenten und residualen Diskurse (Williams 1977) herausgearbeitet und Leerstellen benannt werden. Aufzuzeigen wird auch sein, wie Erkenntnisse einer solchen systematischen Forschung Eingang in einen diskriminierungskritischen Kunstunterricht finden können.



 
Impressum · Kontaktadresse:
Datenschutzerklärung · Veranstaltung: DGfE Schulforschung und Didaktik 2022
Conference Software - ConfTool Pro 2.6.145
© 2001–2022 by Dr. H. Weinreich, Hamburg, Germany