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Sitzungsübersicht
Sitzung
Geographie/Politik im Unterricht
Zeit:
Donnerstag, 06.10.2022:
14:45 - 16:45

Chair der Sitzung: Sheila Ragunathan
Ort: 01-501

GFG 1. Stock

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Präsentationen

Rassismuskritische Professionalisierung in der Digitalität: Orientierungen angehender Geographielehrer:innen zwischen migrationsgesellschaftlicher Positionierung, sozialen Medien und bildungsinstitutionellen Normen

Laura Chihab

Goethe-Universität Frankfurt, Deutschland

In der Digitalität sind soziale Medien als Ko-Konstrukteure von Rassismus und Identität Grundlage für rassismusbezogene Bildungsprozesse. Im Kontext rassismuskritischer Professionalisierung diskutiert dieser Beitrag Denk- und Handlungsstrukturen, die das Lernen und Lehren angehender Geographielehrer:innen in digitalen Differenz- und Dominanzverhältnissen anleiten. Eine mittels der dokumentarischen Methode entwickelte Typologie illustriert, wie Handlungs(un)fähigkeit im Rassismus durch die Digitalität in Abhängigkeit zur migrationsgesellschaftlichen Positionierung neu verhandelt wird und in welchem Verhältnis diese informellen Bildungsprozesse zu formellen Ansprüchen politischer Bildung sowie der eigenen Lehrer:innenrolle stehen.



„Andererseits muss ich natürlich extrem aufpassen, dass ich gerade bei diesem Beispiel nicht zu israelkritisch agiere.“ – Antisemitismus in den Vorstellungen von Politiklehrkräften

Christoph Wolf

Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover, Deutschland

Der Beitrag geht der Frage nach, welche Vorstellungen von Antisemitismus Politiklehrkräfte in den Fachunterricht einbringen. Zwölf problemzentrierte Interviews mit Politiklehrkräften über ihre Vorstellungen und Erfahrungen mit Hilfe der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet. Eine zentrale Erkenntnis der rekonstruktiven Analyse ist, dass einige Lehrkräfte antiisraelische und schuldabwehrende Ressentiments, denen eine psychologische Entlastungsfunktion zugrunde liegt, reproduzieren. Aus antisemitismuskritischer und subjektorientierter Perspektive scheint es geboten, in der Aus- und Weiterbildung neben inhaltlichen Dimensionen derartige Vorstellungen zum Ausgangspunkt von selbst-reflexiven Lernprozessen zu machen und die Bedeutung (negativer) Emotionen zu thematisieren.



Widerspruch und Kontroversität als Ausgang für eine diskriminierungskritische Didaktik

Bettina Blanck

Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, Deutschland

Unterscheidet man zwischen struktureller und individueller Diskriminierung sowie zwischen intendierter und nicht-intendierter Diskriminierung (hidden curriculum), so zeigt sich eine mehrfache Herausforderung für Lehrer:innen. Wie kann hiermit aufklärungsförderlich selbstkritisch-reflexiv, sozial kritisch-reflexiv und institutionell kritisch-reflexiv umgegangen werden?

Der Beitrag will Möglichkeiten eines erwägungsorientierten Nutzens von Widersprüchen und Kontroversität aufzeigen. Widersprüche und Kontroversen können herangezogen werden, um Begründungsniveaus von Positionen einzuschätzen. Dadurch kann die Fragwürdigkeit einer Position oder einer Struktur deutlich werden, die damit an »Überwältigungsmacht« verliert, jedenfalls für diejenigen, die gut begründbare Positionen vertreten wollen.



 
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