Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Inklusion/Exklusion
Zeit:
Donnerstag, 06.10.2022:
14:45 - 16:45

Chair der Sitzung: Julian Breit
Ort: 02-761

GFG 2. Stock

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Präsentationen

InDiVers: Inklusive Diagnostik in Verfahren zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs? Zwischen angemessener Förderung und institutioneller Diskriminierung

Anna Kistner1, Julia Gasterstädt1, Katja Adl-Amini2, Florian Cristóbal Klenk2, Julia Kadel2

1Universität Kassel; 2Technische Universität Darmstadt

Während empirisch vielfach auf die diskriminierenden und stigmatisierenden Effekte der Zuschreibung sonderpädagogischen Förderbedarfs hingewiesen wurde, sind die Mechanismen und Routinen der Hervorbringung dieser Differenzordnung weitestgehend unerforscht. Hier setzt das interdisziplinäre Projekt InDiVers an, welches im Rahmen eines an der Situationsanalyse orientierten Forschungsdesigns die institutionellen, organisationalen und professionellen Logiken auf Ebene der Einzelschule und der Region in verschiedenen Bundesländern fokussiert, die eine Entscheidung zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs, notwendig erscheinen lassen. Im Vortrag werden das Design der Studie sowie erste Ergebnisse präsentiert.



Klassismus als Diskriminierungsmerkmal im Rahmen schulischer Vielfaltsorientierung? Problematisierende Betrachtungen eines paradoxen Verhältnisses

Susanne Pawlewicz

Technische Universität Darmstadt, Deutschland

Der Beitrag möchte die Implementierung von Klassismus als Diskriminierungskategorie in schulische Antidiskriminierungsstrategien einer problematisierenden Betrachtung unterziehen und Klassismus als eine äußerst spezifische Form der Diskriminierung ins Feld führen, die sich nicht umstandslos in eine Reihe mit anderen Diskriminierungsformen stellen lässt. Denn eine offene Thematisierung der Reproduktion von Klassismus in Schule und Unterricht, die nicht rein auf der Ebene individueller Diskriminierungen und damit verbundenen Sensibilisierungsstrategien verbleibt, sondern diskriminierende institutionelle Logiken offenlegt, käme einer radikalen Infragestellung einer Reihe von latenten schulischen Leitprinzipien gleich und stellt ein pädagogisches Dilemma dar.



Zwischen Bildungsteilhabe und Exklusionsdynamiken – Empirische Ergebnisse aus einer qualitativen Studie zum Distanzlernen an inklusiven Grundschulen im Kontext der Covid-19-Pandemie

Marlene Kowalski

Stiftung Universität Hildesheim, Deutschland

Im Beitrag wird danach gefragt, wie das Distanzlernen an inklusiven Grundschulen organisiert worden ist und welche Teilhabemöglichkeiten den Schüler:innen eröffnet worden sind. Ausgehend von einem intersektionalen Inklusionsverständnis (Budde & Hummrich 2015) werden Interviews von Schulleitungen und Lehrkräften dokumentarisch-methodisch und adressierungsanalytisch ausgewertet. Die Rekonstruktionen legen nahe, dass die Akteur:innen das Lernen zuhause sehr verschieden organisiert, ihre Ressourcen mobilisiert oder digitale Medien eingesetzt haben. Es wird diskutiert, welche Partizipationsmöglichkeiten und Benachteiligungsdynamiken mit dem Distanzlernen für Schüler:innen verbunden waren und wie dies im Kontext einer differenzsensiblen Lehrer:innenbildung (Idel 2021) eingeordnet werden kann.



 
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