Veranstaltungsprogramm

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Sitzungsübersicht
Sitzung
Heteronormativitätskritik
Zeit:
Donnerstag, 06.10.2022:
14:45 - 16:45

Chair der Sitzung: Juergen Budde
Ort: 02-741

GFG 2. Stock

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Präsentationen

Zwischen Heteronormativität und queerer Professionalität - soziale Deutungsmuster von Lehrkräften über vielfältige geschlechtliche und sexuelle Lebensweisen

Florian Cristóbal Klenk

TU Darmstadt & ASH Berlin

Anhand empirischer Ergebnisse einer Deutungsmusteranalyse zum pädagogischen Umgang mit und der Thematisierung von vielfältigen geschlechtlichen und sexuellen Lebensweisen wird im Vortrag dargelegt, wie cis-, trans- und inter-geschlechtliche sowie hetero-, bi- und homosexuelle Lehrkräfte in Rekurs auf die Deutungsmuster der Dethematisierung, Fragmentierung und Responsibilisierung unterschiedliche Dimensionen der institutionellen Zuständigkeit und pädagogischen Verantwortung gegenüber vielfältigen Lebensweisen diskursiv aushandeln und legitimieren. Der Fokus des Beitrags wird hierbei auf das Deutungsmuster der Responsibilisierung gelegt, unter dem ‚queere‘ Interventionsstrategien in die post-heteronormative Normalitätsordnung der Schule identifiziert werden konnten.



Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Lehramtsstudium - Erfahrungen und Reflexionen

Annika Spahn

Uni Basel / Uni Freiburg, Deutschland

Bisher fehlt eine Ausbildung zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Lehramtsstudium, sowohl als Vermittlung von Fachwissen als auch als Auseinandersetzung mit eigenen und gesellschaftlichen Normen und Reflexionen über die eigene Bildungsbiographie.

Lehramtsstudierende stehen in einem widersprüchlichen Feld zwischen (gewünschter) Vielfaltsorientierung und Diskriminierungskritik auf der einen Seite und wenig Raum und Unterstützung, diese Kompetenzen zu entwickeln und den Anforderungen zu genügen, auf der anderen Seite. Ich möchte diesen Widerspruch aufzeigen, aus meiner eigenen Lehrpraxis berichten, dabei Einblick in meine Lehrkonzepte geben und diese kritisch reflektieren.



„Geschlechtlich-sexuelle Vielfalt“. Zum Verhältnis von Programm und schulischer Praxis

Bettina Kleiner, Clara Kretzschmar

Goethe Universität Frankfurt am Main, Deutschland

Gesellschaftliche und politische Liberalisierungsprozesse im Zusammenhang mit Geschlecht und Sexualität (Einführung der dritten Personenstandskategorie, geplantes Selbstbestimmungsgesetz, „Ehe für alle“) korrespondieren seit mehr als 10 Jahren mit einer veränderten schulischen Sexualerziehung: Die Anerkennung geschlechtlich-sexueller Vielfalt stellt inzwischen einen Schwerpunkt dar. Insofern Sexualerziehung auf Aufklärung und auf Veränderungen von Wissensbeständen und Werten zielt, lassen sich damit verbundene Maßnahmen auch als Pädagogisierung von gesellschaftlichen Transformationen und politischen Veränderungen begreifen. Im Vortrag werden auf der Grundlage von Dokumentenanalysen und Interviews mit Lehrer*innen und Schulleitung einer hessischen Gesamtschule Formen der Pädagogisierung rekonstruiert.



 
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