Kongressprogramm

Sitzung
Jung-Sein und Jugendarbeit im Osten (L-05)
Zeit:
Montag, 20.09.2021:
17:00 - 18:30

Ort/Setting: Lounge
Angebote in der Lounge können ohne Anmeldung wahrgenommen werden.
Themen:
Bildung, Demokratie und Beteiligung, Aufwachsen heute

Inhalt

Jung-Sein und Jugendarbeit im Osten

Prof. Dr. Wibke Riekmann1, Christian Kurzke2, Philipp Schweizer3, Melanie Ebell4, Hanne Lorenzen5, Julia Riedel6

1MSH Medical School Hamburg; 2Evangelische Akademie Sachsen; 3Landesjugendwerk der AWO Thüringen; 4Landesjugendring Brandenburg e.V.; 5Evangelische Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung; 6Deutscher Bundesjugendring e.V.

Grafiken zu den Wahlergebnissen verdeutlichen es anschaulich: in den ostdeutschen Bundesländern wird anders gewählt. (Junge) Menschen entscheiden sich für eine andere Vision von Gesellschaft oder erkennen nicht, für welche Vision sie ihre Stimme abgegeben haben. Aber auch andere Grafiken, bspw. zur Kinder- und Jugendarmut, zur Demographie, Corona-Verschwörungstheorien, Angebotsdichte für junge Menschen in Ländlichen Räumen, Fachkräftemangel etc. unterstreichen, dass es konkrete und teilweise eben "ostspezifische" gesellschaftliche Herausforderungen gibt. Deshalb ist Jung-Sein und Jugendarbeit in Ostdeutschland anders. Wirklich? Wenn über Jugendsarbeit in Deutschland gesprochen oder geschrieben wird, wirkt es so, als würde vor allem über Westdeutschland gesprochen. Auch in wissenschaftlichen Publikationen erscheint der Fokus in dieser Weise gesetzt zu sein. Wir wollen uns fragen: "Worüber müssen wir reden, wenn wir über Jung-Sein und Jugendarbeit in Ostdeutschland sprechen?" und wollen uns zu diesem Zweck vernetzen, um Interessen und Bedarfe zu bündeln. Diese Veranstaltung soll Beobachtungen und Erfahrungen austauschend zusammentragen, (eigentlich notwendige) anstehende kinder- und jugendpolitischen Entscheidungen benennen, Einblicke in bereits stattfindende Prozesse ermöglichen und auch Positionen und Handlungsoptionen generieren. Das Treffen hat einen offenen Ausgang. Es sind Personen aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Verwaltung adressiert.