Kongressprogramm

Sitzung
"Das schlimmste ist, wenn du alleine bist". Lebenswelt- und Lokalraumerzählungen als Ausgangspunkt der Arbeit an demokratieablehnenden Haltungen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. (S-102)
Zeit:
Dienstag, 21.09.2021:
18:00 - 18:45

Ort/Setting: Meetingraum: Session
Session in einem virtuellen Meetingräumen auf der Kongressplattform.
Die Zugangsdaten mit den jeweiligen Raumlinks erhalten die Teilnehmenden rechtzeitig vor dem Bundeskongress.
Themen:
Konzepte und Praxis der Kinder- und Jugendarbeit

Inhalt

"Das schlimmste ist, wenn du alleine bist". Lebenswelt- und Lokalraumerzählungen als Ausgangspunkt der Arbeit an demokratieablehnenden Haltungen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.

Kai Dietrich

AGJF Sachsen e.V. (Arbeitsbereich MUT)

Demokratieablehnende Haltungen bei jungen Menschen werden durch ihr alltägliches Lebensumfeld gerahmt. In peer-Bezügen und lokalräumlichen Interaktionen werden sie funktional. Sie können auch als ein spezifischer Umgang mit Selbstpostionierungs-, Verselbständigungs- und Qualifizierungsansprüchen verstanden werden. Settings der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und hier angrenzender Arbeitsfelder, bieten eine gute Möglichkeit, mit Jugendlichen über ihre Erfahrungen ins Gespräch zu kommen und daran weiterzuarbeiten.

Im Rahmen des dreijährigen Bundesmodellprojekt "MUT - Interventionen" der AGJF Sachsen e.V. wurden Träger und Teams im ländlichen Raum Sachsens mehrjährig bei der Umsetzung von Strategien zum Abbau von Rassismus und anderen Ablehnungshaltungen begleitet. Ausgangspunkte der als Beratungsprozesse angelegten Begleitungen waren Interviews mit Fachkräften und Jugendlichen zum lokalräumlichen Alltag in den Regionen.

Die geschilderten Situationen können die Basis für strategische Prozesse erfahrungsbezogener Demokratiebildung sein, welche das Ziel verfolgen, eine emanzipatorische Jugendarbeit und Jugendbildung vor Ort abzusichern und voran zu bringen. Zentrale Ergebnisse des Projekts und aktuelle Praxisbezüge werden im Impuls vorgestellt.