Kongressprogramm

Sitzung
Partizipative Schutzkonzepteentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit (S-049)
Zeit:
Dienstag, 21.09.2021:
12:30 - 14:00

Ort/Setting: Meetingraum: Session
Session in einem virtuellen Meetingräumen auf der Kongressplattform.
Die Zugangsdaten mit den jeweiligen Raumlinks erhalten die Teilnehmenden rechtzeitig vor dem Bundeskongress.
Themen:
Konzepte und Praxis der Kinder- und Jugendarbeit

Inhalt

Partizipative Schutzkonzepteentwicklung in der Kinder- und Jugendarbeit

Dr. Tanja Rusack1, Mechthild Wolff2, Elisabeth Tuider3

1Universität Hildesheim; 2Hochschule Landshut; 3Universität Kassel

In den letzten Jahren werden Schutzkonzepte in pädagogischen Organisationen gefordert und erarbeitet, in denen junge Menschen leben oder betreut werden. Ziel der Implementierung von Schutzkonzepten ist es, die höchstpersönlichen Rechte der jungen Menschen zu schützen und zu stärken. Studien zeigen jedoch, dass bisherige Konzepte oftmals nicht bei den Jugendlichen ankommen, da sie nicht zu den Bedarfen der jungen Menschen passen. Schutzkonzepte können nur greifen, wenn sie bei den Interessen sowie Positionierungen von Jugendlichen zu Sexualität und Gewalt ansetzen und als partizipative Organisationsentwicklungsprozesse umgesetzt werden. In bisherigen Forschungs- und Entwicklungsprojekten der Vortragenden wurden die Perspektiven von Jugendlichen untersucht: was erleben junge Menschen als (sexualisierte) Gewalt, wie gehen sie mit Sexualität um und was benötigen sie? Es werden zentrale Ergebnisse der Forschungen der Vortragenden vorgestellt sowie mit den Teilnehmenden diskutiert, wie diese selbst mit jungen Menschen zu deren Perspektiven ins Gespräch kommen und wie diese in die Entwicklung von Schutzkonzepten einfließen können.