Kongressprogramm

Sitzung
Erinnern lernen und leben (S-035)
Zeit:
Dienstag, 21.09.2021:
10:30 - 12:00

Ort/Setting: Meetingraum: Session
Session in einem virtuellen Meetingräumen auf der Kongressplattform.
Die Zugangsdaten mit den jeweiligen Raumlinks erhalten die Teilnehmenden rechtzeitig vor dem Bundeskongress.
Themen:
Bildung, Demokratie und Beteiligung

Inhalt

Erinnern lernen und leben

Sandra Brenner1, Angelika Meyer2, Kathrin Freier-Maldoner3, Lucie Tarabová4

1Landesjugendring Brandenburg e.V./ Zeitwerk – Beratungsstelle für lokale Jugendgeschichtsarbeit; 2Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten/Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück; 3Tandem – Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch; 4Tandem – Koordinační centrum česko-německých výměn mládeže

Moderator_in: Christian Schroth (Bayerischer Jugendring)

Zunächst wird der Projektansatz der „lokalen Jugendgeschichtsarbeit“ als besonderes Format der historisch-politischen Bildungsarbeit vorgestellt – eine Kombination der Methode der historischen Projektarbeit mit der des Explorativen Lernens und den Prinzipien der außerschulischen Jugendbildung. Gemeinsam mit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten wird dieser Ansatz durch die Beratungsstelle ZEITWERK im Landesjugendring Brandenburg e.V. u.a. im Modellprojekt "überLAGERt - lokale Jugendgeschichtsarbeit an Orten ehemaliger KZ-Außenlager in Brandenburg" seit 2018 erprobt.

Zeitwerk ist die Beratungsstelle für lokale Projektarbeit in der außerschulischen historisch-politischen Jugendbildung im Land Brandenburg. Die Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hat die Aufgabe, an Terror, Krieg und Gewaltherrschaft zu erinnern und die öffentliche Auseinandersetzung mit diesen Themen zu fördern.

Im zweiten Teil geht es um die Koordinierungszentren Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch – TANDEM, die im Rahmen des Themenschwerpunkts "Gemeinsam erinnern für eine gemeinsame Zukunft" (2017-2019) zahlreiche bilaterale Projekte der historisch-politischen Bildung im Jugend- und Schüler:innenaustausch angestoßen haben. Es entstanden ein breites Netzwerk und zahlreiche Kooperationen, u.a. mit Gedenkstätten in beiden Ländern (z.B. Terezín, Flossenbürg, Sachsenhausen).

Neben einem Erfahrungsbericht zum themenbezogenen Austausch liefern Vorstellungen gelungener Beispiele aus dem Jugend- und Schulaustauch Einblicke in die Praxis. Außerdem wird die 2021 erschienene Publikation mit Materialien und Methodenbausteinen für deutsch-tschechische Erinnerungsarbeit vorgestellt.